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Hornberg
05.12.2010 13:35 (8243 x gelesen)

           Hornberg im Schwarzwald



   
 
Narrenzunft Hornberg
 

Gegründet wurde die Narrenzunft: 1950
Die Narrenzunft Hornberg wurde im Jahr 1957 in die
Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte aufgenommen und gehört
der Landschaft Schwarzwald an.
 
Ein Narrentreffen fand 1984 statt. Was mit vielen Zünften gefeiert wurde.
 
Die Hornberger Fasnet wurde bereits im Jahre 1413 in der Zimmerschen-Chronik urkundlich
erwähnt.Ab Mitte des 19.Jahrhundert gab es eine Schwarzwälder-Chronik, ein sog. Amt-
und Verkündblatt der Stadt Hornberg in der man nachlesen kann, daß es um das Jahr 1880
schon kleinere Fasnetsumzüge usw. gegeben hat und das die örtlichen Vereine die Hornberger
Fasnet organisiert haben. Am 1.März 1889 wird in der Schwarzwälder-Chronik berichtet,
daß erstmals ein ”Narrenblatt” in Hornberg erschienen sei.
Zahlreiche Berichte geben uns ein Bild der Hornberger Fasnet vor über 100 Jahren. Bereits in
dieser Zeit gab es ein ”Narren-Club” mit einem Narrenrat, der am 29.Januar 1900 zu einer
Versammlung in das Gasthaus Rose einlädt, um einen historischen Umzug an Fasnacht zu
organisieren. Nach dem 2.Weltkrieg entschlossen sich die Hornberger Narren 1949/50 die
Narrenzunft zu gründen um die Fasnacht noch besser zu organisieren. Mittlerweile hat die
Narrenzunft ca. 400 Mitglieder
 
Narrenfiguren der Narrenzunft Hornberg:
Hörner:
An der Fasnacht 1951 wurden dann die ersten drei Masken der Bevölkerung vorgestellt.
Ein Dämon liegt im Ausdruck des Hornberger Horn. Die Maske ist nach alter Tradition mit den
Farben der Heraldik bemalt. Ihre Hörner beziehen sich auf das Stadtwappen von Hornberg –
“den zwei gebogenen Hörnern”.
Das Häs (Narrenkleid) ist in schwarz gehalten. Die rote Rüsche trennt das Kostüm von der mit
einem roten Kopftuch versehene Holzmaske. Die Rüschen wiederholen sich in kleinerer Form
in den Armbeugen, Hüften und Knieen. Unter den Rüschen treten lange rote Stoffzipfel/
Flammenzungen hervor. Kleine Narrenglöckchen zieren die Zipfelspitzen. Rote oder schwarze
Handschuhe sowie schwarze Schuhe runden das Kostüm ab.
Ein Lederriemen mit großen Kuhglocken überspannt den Maskenträger. Ein weiteres Merkmal
ist die von allen “Hörnern” getragene Gabel, dem sog. Dreizack .
 
Brunnenhansele:
Im Winter 1956/57 der erste Brunnenhansel. Die Maske wurde von dem Hornberger Schnitzer
Walter Kühn geschnitzt und das Häs von seiner Frau genäht. Da diese fröhliche Maske in der
Öffentlichkeit großen Anklang fand, wurde das Häs 1960 als zweite Zunftmaske in die Narrenzunft Hornberg übernommen.
Dieses Narrenhäs wird vorwiegend von Kindern und Frauen getragen, obwohl der Brunnenhansel,
der Narr, eine männliche Figur darstellt. Der Narr ist ein Symbol des Tarot, der Schlüssel des Spieles, welcher uns hilft, über die Welt nachzudenken. Als Spaßmacher und komische Figur, auch als
törichter Mensch, ist es ihm gestattet, spöttisch auf Fehler hinzuweisen.
Die Maske trägt die zweizipflige Narrenkappe. Die Farben der Stoffe sind vielfältig. Rot und gelb,
grün und rot oder grün und gelb sind die Farbpaarungen. Ein mit langen Zipfeln und einer Halskrause versehenes buntes Narrencape überdeckt das grundfarbene Oberteil. Um die Hüfte spannt sich ein
mit langen Zipfeln bestücktes Gürtelband. Die Unterarme stecken in Stulpen. Alle Stoffzipfel des Narrengewandes sind mit kleinen Narrenglöckchen versehen. Ein mit langen bunten Bändern
verzierter Narrenstab ist das Attribut des Brunnenhansels.
 
Der Hofschlurfe:
Mancher abendliche Spaziergänger, der vom Reichenbachtal zurück in die Stadt Hornberg geht,
schaut sich ängstlich an der Hofbrücke um, ob ihm vielleicht ein Gespenst nachfolgt. Nach der Sage versteckt sich nämlich der “Hofschlurfe” unter der Brücke beim Hofbauern. Er ist des Hofbauern ehemaliger, seiner bösen Streiche wegen, verwunschener Knecht. Dieser wartet nur darauf, einem Passanten einen groben Streich spielen zu können. Das koboldartige Gespenst hat seinen Namen
wegen der eigenartigen, furchtbaren, schlurfenden Gangart erhalten.
Der ehemalige Zunftmeister Fritz Schweizer und Heimatschriftsteller Erwin Leisinger hatten den
Einfall, den Hofschlurfe als Hornberger Fastnachtsgestalt durch die Straßen ziehen zu lassen.
Der Graphiker Gustav Storz wurde beauftragt einen Maskenabriss zu zeichnen. Nach diesem Modell schnitzte Walter Kühn die Maske aus Weymouthkiefern-holz. Der ehemalige Zunftmeister selbst, Malermeister Fritz Schweizer, gab dem Hofschlurfe seine Farbenpracht.
Der Hofschlurfe gehört zu der Gruppe der Schalknarren. Er ist wie ein Bauernknecht, mit blauem Fuhrmannskittel, dunkler Hose, farbigen Strümpfen und schwarzen Schnürrstiefeln gekleidet. Die Holzmaske ist mit struppigen Hanfhaar umsäumt. Den Kopf ziert eine schwarze Zipfelmütze.
Ein rotes, weißbedrucktes Dreiecktuch umschließt seinen Hals. Ein Rucksack auf dem Rücken
und ein mächtiger Stock in der Hand lassen klar den dienenden Knecht erkennen.
 
 
Jedes Jahr findet am Fasnet Samstag ein Großer Fackelumzug statt sowie am Fasnet Sonntag
der Große Umzug .
Text
Text, mit freundlicher Unterstützung der Narrenzunft Hornberg
 
 
 
 


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