*
B-Vergroessern


Spacer
Menu
Startseite Startseite
Alemann. Fasnet Alemann. Fasnet
Brauchtum Brauchtum
Eine Maske entsteht Eine Maske entsteht
Narren-Verbände Narren-Verbände
Hochburgen Hochburgen
Teil-2 Teil-2
Teil-3 Teil-3
Fotos-Umzüge Fotos-Umzüge
Umzüge 2008 Umzüge 2008
Schuttern Schuttern
Bad Waldsee Bad Waldsee
Müllheim Müllheim
Burkheim Burkheim
Biberach Biberach
Rottenburg Rottenburg
Emmendingen Emmendingen
Schramberg Schramberg
Rottweil Rottweil
Büsingen Büsingen
Sulzburg Sulzburg
Basel CH Basel CH
Colmar - F Colmar - F
Rio...z - F Rio...z - F
Umzüge 2009 Umzüge 2009
Reichenbach Reichenbach
Buggingen Buggingen
Neustadt Neustadt
Oberried Oberried
Sexau Sexau
Bollschweil Bollschweil
Geisingen Geisingen
Freiburg Freiburg
Nachtumz. Rust Nachtumz. Rust
Rheinfelden Rheinfelden
Waldkirch Waldkirch
Stetten a.k.M. Stetten a.k.M.
Glottertal Glottertal
Tuttlingen Tuttlingen
Hornberg Hornberg
Bach-na-Fahrt Bach-na-Fahrt
Schramberg Schramberg
Zell im Wiesental Zell im Wiesental
Hechingen Hechingen
Staufen Staufen
Büsingen Büsingen
Sulzburg Sulzburg
Umzüge 2010 Umzüge 2010
Ettenheim Ettenheim
Fackelumzug Gottenheim Fackelumzug Gottenheim
Staufen Staufen
Todtnau Todtnau
Haslach i.K. Haslach i.K.
Hochdorf Hochdorf
Ettenheimmünster Ettenheimmünster
Kirchzarten Kirchzarten
Singen Singen
Pfaffenweiler Pfaffenweiler
Merdingen Merdingen
Munderkingen Munderkingen
Glottertal Glottertal
Biberach-Baden Biberach-Baden
Rottenburg Rottenburg
Laufenburg Laufenburg
Elzach Elzach
Schramberg Schramberg
Freiburg Freiburg
Breisach Breisach
Weil a. Rhein Weil a. Rhein
Umzüge 2011 Umzüge 2011
March March
Mietersheim Mietersheim
Lahr Lahr
Welschensteinach Welschensteinach
Waltershofen Waltershofen
Aichhalden Aichhalden
Ettenheim Ettenheim
Bach-na-Fahrt Bach-na-Fahrt
Schramberg Schramberg
Seelbach Seelbach
Windschläg Windschläg
Tuttlingen Tuttlingen
Emmendingen Emmendingen
VS-Schwenningen VS-Schwenningen
Freiburg Freiburg
Bad Krozingen Bad Krozingen
Rust Rust
Hauingen Hauingen
Sulzburg Sulzburg
Umzüge 2012 Umzüge 2012
Oberkirch Oberkirch
Gottenheim Gottenheim
Konstanz Konstanz
Grafenhausen Grafenhausen
Eschbach Eschbach
St.Georgen/Frbg. St.Georgen/Frbg.
Sigmaringen Sigmaringen
Merdingen Merdingen
Biberach/Baden Biberach/Baden
Neuenburg Neuenburg
Emmendingen Emmendingen
Da-Bach-na-Fahrt Da-Bach-na-Fahrt
Schramberg Schramberg
Bad Krozingen Bad Krozingen
Rust Rust
Burefasnet Burefasnet
Umzüge 2013 Umzüge 2013
Ettenheim Ettenheim
March March
Elzach Elzach
Bonndorf Bonndorf
Waldkirch Waldkirch
Lahr Lahr
Gundelfingen Gundelfingen
Merdingen Merdingen
Müllheim Müllheim
Wernau Wernau
Haslach Haslach
Emmendingen Emmendingen
Oppenau Oppenau
Büsingen Büsingen
Umzüge2014 Umzüge2014
Fotos-Burkheim Fotos-Burkheim
Fotos Müllheim Fotos Müllheim
Fotos Bad Krozingen Fotos Bad Krozingen
Fotos Neuenburg Fotos Neuenburg
Fotos Freiburg Fotos Freiburg
Fotos Burefasnet Fotos Burefasnet
VIDEO-Umzüge 2014 VIDEO-Umzüge 2014
Umzüge 2015 Umzüge 2015
Fotos-Hugstetten Fotos-Hugstetten
Fotos Wettelbrunn Fotos Wettelbrunn
Fotos Neuenburg Fotos Neuenburg
Fotos Heitersheim Fotos Heitersheim
Fotos Sulzburg Fotos Sulzburg
VIDEO-Umzüge 2015 VIDEO-Umzüge 2015
Umzüge 2016 Umzüge 2016
Video Umzüge Video Umzüge
Müllheim/Baden Müllheim/Baden
Wettelbrunn Wettelbrunn
Freiburg-Rosenmontag Freiburg-Rosenmontag
Heitersheim Heitersheim
Holzmasken Holzmasken
Narrenfahrplan Narrenfahrplan
Links Links
In eigener Sache In eigener Sache
Sport-Abenteuer Sport-Abenteuer
Unimog Westalpen Unimog Westalpen
Motocross Motocross
Impressum Impressum
class-head_item-display-none
Singen
12.12.2010 21:59 (6981 x gelesen)

      Singen am Hohentwiel



   
 
Narrenzunft Singen
 
Gegründet wurde die Narrenzunft: 1860
Die Narrenzunft Singen wurde im Jahr 1934 in die
Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte aufgenommen und gehört der
Landschaft Hegau an.
 
 Narrentreffen fanden in den Jahren 1960 + 1985 und 2010 statt. Sowie im Jahr 2004
das Große VSAN Narrentreffen
 
 
 Die Poppele-Zunft 1860 e.V. Singen
                                    
( von Zunftmeister Stephan Glunk )
 
 Unsere Singener fasnächtliche Überlieferung reicht etwa bis in die 1820er Jahre zurück. An
überliefertem Brauchtum haben wir zunächst die Fasnetszeiten, nämlich den Schmutzige
Dunschdig (schmutzig = fett; Fasnetsküchle) sowie den Fasnets-Sunndig, -Mändig und
-Zieschdig. Am Schmutzige Dunschdig, dem wichtigsten Tag der Fasnet, wurde der
Narrenbaum gefällt, eingeholt und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Hohgarten
gesetzt; Sämann, Egge und Pflug gingen als Vorboten des kommenden Frühlings im Umzug mit.
Einfache Fasnetsspiele seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch große theaterähnliche
Auf- und Umzüge und närrische Jahrmärkte fanden am Fasnets-Sunndig statt. Am Abend des
Fasnets-Zieschdig wurde ein Strohmann - Sinnbild des überwundenen Winters und böser
Dämonen - auf dem Hohgarten verbrannt. Die Fasnet war überwiegend eine Straßenfasnet.
 
 Die Anfänge der Poppele-Zunft gehen zurück ins Jahr 1860, als in einer Fasnetanzeige eine Narrengesellschaft Singen an die Öffentlichkeit tritt, die sich 1885 dann Poppele-Verein nennt.
Mit der Aufnahme in die Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte im Jahre 1933
nennt sich der Verein dann Narrenzunft Poppele 1860 e.V.
 
   Die Poppele-Zunft ist heute ein Verein mit fast 1000 Mitgliedern. Leitfigur der Zunft und Schirmherr
der Singener Fasnet ist der Poppele, jene Gestalt, die an den historisch belegbaren Popolius
Mayer von der Burg Hohenkrähen erinnert, der im 13. Jahrhundert ein Schalk und Tunichtgut
gewesen sein muß, so daß er in der Sage weiterlebte. Die Figur des Poppele wurde bis
1933 nur gelegentlich dargestellt; seit den Poppele-Spielen des Hofpoeten der Poppele-Zunft
Dr. Ernst Dycke in jenem Jahr gehört die Poppele-Figur zur Fasnet dazu. Dem Poppele gesellt
sich das Eierwieb zu, dem der Poppele nach der Sage einen Streich spielte, als er die mit
einem Korb voller Eier auf dem Weg zum Markt sich befindende Frau als Felsblock getarnt beim
Ausruhen störte, so daß die Eier aus dem Korb den Berg hinunterrollten, ohne allerdings dabei kaputtzugehen.. Das Eierwieb, das von einem Mann dargestellt wird, tauchte vor dem ersten
Weltkrieg nur ab und zu auf; auch es gehört seit 1933 zum festen Inventar der Narrenfiguren.
           
Der Narrenbolizei gehört wie die Narreneltern zu den ältesten Singener Fasnetsfiguren. Er trägt
stets die Schelle mit sich, die an die Dorfschelle der vergangenen Jahrhunderte erinnert, als
Nachrichten im Dorf durch Ausrufen verbreitet wurden. Die Narreneltern sind in Singen schon
seit dem beginnenden 19. Jahrhundert nachweisbar. Die Narrenmutter wird dabei stets von
einem Mann dargestellt. Zu den Aufgaben der Narreneltern gehört natürlich, daß sie für den
Narrensamen verantwortlich sind, der den Fortbestand der Fasnet garantiert.
 
            Der Hoorige Bär ist im 19. Jahrhundert belegt, ist aber gegen Ende des Jahrhunderts
vermutlich wegen der zunehmenden Verstädterung wieder aus der Öffentlichkeit verschwunden.
Nach intensiven Studien wurde er 1949 wieder ins Leben gerufen. Das Häs besteht aus
Erbsenstroh, das auf Bänder aufgenäht wird, die wiederum auf einen zweiteiligen Maleranzug
genäht werden. Die Schemen wurden bis 1955 von Fritz Moser (Villingen) geschnitzt, seit dort
von Hans Jehle (Sulz a.N.). Der Hoorige Bär führt einen knorrigen Stock mit sich und kann mit
diesem und der grimmig dreinblickenden Scheme sicherlich als eine Verkörperung des Winters
gesehen werden. Jedes Jahr werden Häser für dreizehn männliche Hästräger angefertigt.
 
            Auch das Blätzlihansel ist im 19. Jahrhundert belegt und wurde zusammen mit dem
Hoorigen Bär 1949 wiederbelebt. Das Häs besteht aus Hose mit Kittel mit in gleicher Form
gestanzten Blätzle mit genau festgelegten und in einer bestimmten Reihenfolge angeordneten
Farbtönen (gelb, rot, grün, blau, braun). Dazu gehören ein Schweif mit Fuchsschwanz und
eine schwarze Stoffmaske mit rot eingefaßten Rändern bzw. Öffnungen. Ungefähr
dreihundert kleine Schellen und die „Suubloodere“ (eine aufgeblasene Schweinsblase)
verleihen dem Blätzlihansel einen fröhlichen Charakter bzw. setzen es in die Lage, als
Verkörperung des Frühlings die Hoorigen Bären beim Umzug vor sich herzutreiben. In der
Poppele-Zunft gibt es ca. 60 Blätzlihansel, wobei alle Hästräger männlich sind.
 
            Die weiblichen Mitglieder der Zunft sind die Rebwieber, die an jene Frauen erinnern,
die früher in den Rebbergen am Hohentwiel bei der Weinlese tätig waren. Diese Gruppe trat
erstmals 1936 in Erscheinung.
 
Mit dem Schellenhansel, einem Häs für die weiblichen Zunftmitglieder, wurde zur Fasnet 2002
eine Figur wiederbelebt, die es vor dem Zweiten Weltkrieg in Singen gab, die nach dem
Krieg aber vollständig verschwunden war. Die Zunftgesellen sind die Männer, die sich um das
Fällen und das Aufstellen des Narrenbaums kümmern. Sie tragen blaue Kutten, die an
Fuhrmannskittel erinnern, und eine rote Kappe. Organisiert wird die Fasnet vom ungefähr
dreißigköpfigen Narrenrat, dem Zunftmeister, Zunftkanzler und Säckelmeister vorstehen.
Seit 1955 hat die Poppele-Zunft ihren eigenen Fanfarenzug.
 
            Der Fellbär mit Treiber tritt erst seit 60 - 70 Jahren auf und ist wohl ein Überbleibsel eines Fasnetsspiels, und zwar wahrscheinlich des Jahrmarktes von 1894. Es gibt hier keinen Bezug
zum St. Galler Bär, der 1899 ins Singener Stadtwappen aufgenommen wurde, weil Singen
erstmals in einer St. Galler Urkunde erwähnt ist.
            Die Zunftbeize der Poppele-Zunft war jahrzehntelang bis zum Umbau 1993 das
Gasthaus zur Sonne am Hohgarten; seither finden die Zunftveranstaltungen im
Gasthaus Kreuz (Kulturzentrum Gems) statt. Ihre zwei großen Fasnetsbälle (den
Zunft- und den Bürgerball) sowie die beiden Aufführungen des Narrenspiegel und einen Seniorennachmittag richtet die Poppele-Zunft in der Scheffelhalle aus.
 
 Die Poppele-Zunft verkündet jeweils an Martini das Fasnetsmotto für die kommende Fasnet,
das die anderen Narrenvereine Singens übernehmen. Am Schmutzige Dunschdig stürmt die
Zunft das Rathaus und setzt den Oberbürgermeister, den Gemeinderat und die Verwaltung
ab; der Zunftmeister übernimmt bis Aschermittwoch die Regierungsgeschäfte. Der
Narrenbaum, der auf dem Hohgarten aufgestellt wird, symbolisiert als Stammbaum aller
Narren diese sechstägige närrische Herrschaft.
            Wichtige Ereignisse im Leben der Zunft in der jüngsten Vergangenheit waren der Bau der Zunftschüür in Singens Altem Dorf (Einweihung 1991) und die Veröffentlichung einer
Compactdisc mit den Singener Fasnetsliedern im Jahre 1994, die Ausrichtung des Großen
Narrentreffens der VSAN im Jahre 2004 sowie das Narrentreffen zum 150-jährigen Jubiläum
der Poppele-Zunft im Jahre 2010..
 
 
Veranstaltungen an der Fasnet:
 
Fasnetseröffnung an Martini 11.11 Uhr mit Bekanntgabe des Fasnetsmottos;
Narrenspiegel am zweiten Wochenende (Freitag und Samstag) vor der Fasnet
(Glossierung der Kommunalpolitik)
Zwei Fasnetsbälle in der Scheffelhalle (Samstag vor der Fasnet, Fasnetssamschtig)
Schmutzige Dunschdig: 9 Uhr Schließen aller Singener Schulen mit Krönung des Hemdglonkerkönigspaars; 13 Uhr Machtübernahme im Rathaus, anschließend Narrenbaumumzug;
18 Uhr Hemdglonkerumzug; Fasnets-Friitig: 14 Uhr Kindernachmittag in der Scheffelhalle; Fasnetssamschtig 14 Uhr Kinderumzug; Fasnetsunndig 13 Uhr Närrischer Jahrmarkt; Fasnetszieschidig 20 Uhr Narrenbaumversteigerung mit Wurstzipfelrede, anschließend
Beendigung der Fasnet (der Poppele steigt in seine Gruft).
 
 
Wir danken der Poppele Zunft 1860 e. V. Singen für die Unterstützung an erster Stelle ihren
Zunftmeister Stephan Glunk für die Texte.
 


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail