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Rottweil
05.01.2011 21:29 (13991 x gelesen)

  Rottweil.....................



   
Rössle mit Treiber
Narrensprung
 Die Narrenzunft Rottweil
   
(Texte NZ Rottweil)
 
Die Narrenzunft Rottweil wurde im Oktober 1903 neu gegründet, nachdem sie unter diesem
Namen schon um 1700 genannt wird. Sie will die Rottweiler Fasnet erhalten und bewahren.
Ihre Aufgabe ist die Organisation der Fasnet, und sie achtet auf die ordnungsgemäße
Herstellung der Narrenkleider. Weiter ist sie Herausgeberin des Narrenblättles. Zur
Organisation der Fasnet gehören das Abstauben der Narrenkleider an Dreikönig, die
Proklamation am Fasnetssonntag und das Organisieren der Narrensprünge. Für die
Herstellung von Narrenkleidern stellt die Zunft Vorlagen und Anregungen zur Verfügung,
um das originalgetreue Herstellen der Narrenkleider zu sichern. Die Zunft vergibt nach
Prüfung des gesamten Narrenkleids eine Plakette mit der Aufschrift: "Original
Rottweiler Narrenkleid"
 
 Ein kurzer Abriss zu den Anfängen der Narrenzunft Rottweil
 
Die Wiedergründung wurde im Jahre 1902 durch die Kamelwirtin Lina Kiene angeregt,
nachdem an der Fasnet nur ca. 15 - 20 Narren in der Stadt unterwegs waren. 1903 treffen
sich an der Fasnet gerade noch neun Narren im Gasthaus "Kamel". Vermutlich kam dort
die Idee zur Gründung eines Vereins zur Hebung der Straßenfasnet auf. Die Wiedergründung
findet schließlich am 30. Oktober 1903 im Gasthaus „Marder" statt. Glasermeister
Karl Pfister und Marderwirt Wendelin Benner laden dazu ein. Zur Versammlung kommen
22 Personen. Der Name des Vereins lautet „Narren-Verein Rottweil". Der Zweck des
Vereins ist „Die Hebung der Rottweiler öffentlichen Narretei wie vor Altem". Als
provisorische Vorstandschaft des Vereins fungieren:
Vorstand: Karl Pfister
Schriftführer: Wendelin Benner
Kassierer: Herrmann Hoch
 
Am 20. November 1903 wird der Verein in Narrenzunft Rottweil umbenannt. In der ersten
offiziellen Generalversammlung des Vereins am 17. Januar 1904 im Gasthaus "Sonne"
werden folgende Personen gewählt:
Vorstand: Karl Pfister
Vizevorstand: Max Villinger
Schriftführer: Wendelin Benner (ab 1905 Wilhelm Herb)
Kassierer: Hermann Hoch
 
Ausschuss:
Jgnaz Spreter, Josef Dorn, Wilhelm Laier, Franz Karais, sen., Viktor Hezinger,
Max Maier, Stephan Villinger, Paul Hutter
 Am 24. Januar 1904 wird im Gasthaus "Marder" beschlossen, als Abzeichen Bändel in den
"Stadtfarben" zu besorgen. An der Fasnet liegen am Montag im Paradies und am Dienstag
in der Sonne Listen aus, in die sich die „Masken" einzutragen haben. Der Vereinsdiener
Josef Moneta (Hausmeister) verkauft die ersten Narrenkarten zum Preis von 1 Mark bzw.
1 Reichsmark.
 Am 31. Januar 1904 bestellt die Zunft Johannes Nester und Wendelin Benner als „Vorreiter"
im eigenen Harlekin. Ab 1904 organisiert die Narrenzunft den Narrensprung am Dienstagmorgen.

In der Generalversammlung am 2. Februar 1905 werden die neuen, erweiterten Statuten
der Narrenzunft verabschiedet. Die Narrenzunft ist Veranstalter der Straßenfasnet, die
Vereine Narrhalla und Heiterkeit organisieren Saalveranstaltungen. Es beteiligen sich
1905 bereits 80 Narren am Narrensprung am Dienstagmorgen. Alte Figuren nehmen
wieder am Narrensprung teil, so ab 1906 der Lange Mann und ab 1907 "Schiermaiers Guller".
Im Jahre 1906 wird auch das Abstauben erstmals erwähnt. Ab 1908 organisiert die
Narrenzunft alle Narrensprünge. Es findet auch ein Umzug am Dienstagnachmittag statt. 
Im Jahre 1909 verfasst Rechtsanwalt Eugen Ritter auf Veranlassung der Narrenzunft die
erste bekannte Schrift über Rottweils Fasnet mit dem Titel „Rottweiler Fasnet einst
und jetzt". Bereits an der Fasnet im Jahre 1911 veranlasst die Narrenzunft die ersten
Filmaufnahmen des Narrensprungs. Die Aufnahmen werden am Dienstagmorgen durch
Kinematograph National gemacht.
 
Die Narrenzunft begrüßt 1914 am Fasnetsdienstag König Wilhelm II., mit einer Narrengruppe
und der Stadtkapelle am Bahnhof. Der württembergische König ist auf der Durchreise.
Während der folgenden Kriegsjahre entfällt die Rottweiler Fasnet. Die Narrenzunft sendet
von 1916 - 1918 Liebesgaben an ihre Mitglieder ins Feld und in die Garnisonen.
1920 nimmt die Narrenzunft ihre Tätigkeit wieder auf. Sie schreibt an das Innenministerium,
mit der Bitte, das Fasnetstreiben wieder zu genehmigen. Das Anliegen wurde vom Ministerium
in Stuttgart abgelehnt. Trotzdem herrscht Narrentreiben in der Stadt, wogegen die Polizei
einschritt. Erst 1922 wird der erste Narrensprung nach dem I. Weltkrieg genehmigt.
Allerdings fällt die Fasnet ein Jahr später aufgrund des Einmarsches französischer Truppen ins Ruhrgebiet schon wieder aus.
Im Jahre 1924, am 16.November, treffen sich auf Einladung der Villinger Narrenzunft 13 Zünfte,
zu denen auch Rottweil gehört. Man gründet in Villingen die Vereinigung Schwäbisch-
Alemannischer Narrenzünfte. Der Rottweiler Zunftschreiber Wilhelm Herb wird zum
2. Präsidenten der Vereinigung gewählt.
Am 1. und 2. Februar 1930 findet ein großes Narrentreffen der Zünfte: Bad Dürrheim,
Bonndorf, Elzach, Engen, Hechingen, Laufenburg, Löffingen, Markdorf, Möhringen, Oberndorf,
Offenburg, Riedlingen, Rottenburg, Rottweil, Säckingen, Schömberg, Schramberg,
Stockach, Villingen und Waldshut in Rottweil statt.
 

              Narrenfiguren
Gschell: spätes 17. JH. In Rottweil als Narr bezeichnet.
 
Larve
 
Geprägt von der Barockzeit und als Glattlarve bezeichnet. Stellt ein feines Männergesicht
dar. Das Material ist Lindenholz. Untergrund für die Fassung ist Kreidegrund
(Fassung = Bemalung). Die Fassung wird mit Ölfarbe gemacht und erhält einen
transparenten Schutzanstrich (Firnis).
 
Kränzle

Es umrahmt die Larve und ist aus hellen Rosshaar. Es wirkt wie eine barocke Perücke. Zwei kleine Spiegel sind als Zeichen der Schlauheit angebracht. Seidenbänder, die in Schlaufen gelegt sind, verzieren das Kopfstück.

 
Narrenkleid
 
Ist aus grober Leine geschneidert. Die Bemalung besteht aus Ölfarbe.
 Haube
(Gugel, Kopfbedeckung des Volkes), bemalt mit drei Köpfen frontal. Am Rand ist sie mit kleinen blauen Bögen begrenzt. Dies erinnert an die Begrenzung von barocken Bildern. Drei Fuchsschwänze (Zeichen der Schlauheit) sind oben an der Haube angesetzt.
 
Kittel
Erst im 19. Jh bekam das Gschell einen Kittel. Vorher wurde ein weißes Hemd getragen. Hat die Form eines Spenzers, der am Bund eine gefaltete Rüsche aufweist. Bemalt am Rücken mit Bacchus oder Sonne, an den Armen mit Vögeln oder Blumen. Der Bund und die Enden der Ärmel sind auch mit Bögen bemalt.
 
Hose
Ist weit und pluderig geschnitten. Bemalt mit 4 Figuren frontal, die von Efeu umrankt sind. Die Figuren sind auch von der Front gemalt.
 
Glocken:
Erinnern an Eselsglocken. Sie sind aus Stahl und Leder gefertigt. 6 Riemen mit ca. 48 Glocken werden beim Gschell getragen. Das Gewicht liegt zwischen 11kg und 20 kg.
 
Foulard
3 Tücher, die am Kitteln in der Höhe des Brustbeines befestigt sind: sie zieren den Narren.
 
Narrenwurst
Ist aus Leder gefertigt und mit Roßhaar gefüllt. Sie ist ein phallisches Symbol oder ein Symbol, das die fleischliche Lust darstellt.
 
Weiteres Zubehör
  • weiße Handschuhe
  • schwarze Schuhe
  • weiße Fliege
  • Korb zum Tragen der Brezeln, Mandarinen und Süßigkeiten die zum Auswerfen und schnupfen lassen gebraucht werden. Schnupfen = Überreichen einer Kleinigkeit
  • Schnupfdose
  • Narrenbuch zum Aufsagen der Narrenstückle
  • Narrenschere zum Necken oder zum Übergeben von Kleinigkeiten
 Bemalung
es sind alles alte Motive wie Tiroler und Türken. Türkenmotive kommen aus der Zeit der Türkenkriege. Es waren Heiden und Gegner der Christen, die man verspottete. Tirolermotive erinnern an den Freiheitskämpfer Andreas Hofer.
 
Sonderform
Der Bettelnarr mit nur einem Exemplar. Er ist bekleidet mit einem alten Gschellanzug, einer beschädigten Gschellarve und einem Katzenschwanz an Stelle der drei Fuchsschwänze. Er trägt nur einen Glockenriemen mit einer Glocke und hat über der Schulter einen "Somasack" hängen.
 
 Ende 18 JH. Das Biß ist eine Abwandlung des Gschell.
 Larve: stellt ein rauhes Männergesicht mit einem stark ausgeprägten Mund, Lippen und Zähnen dar. Es hat nur einen Fuchsschwanz, aber dafür einen Boschen auf dem Hütle (Boschen = ein Staubwedel aus den Federn von Hühnen).
 Glocken: ein großes Biß hat bis zu 8 Riemen.
Ende 18 JH. Im Stil des Rokoko.
 Larve; stellt ein liebliches Frauengesicht dar.
 Kränzle: Roßhaar schwarz mit zwei Spiegele.
 Narrenkleid Ist angelehnt an eine Husarenuniform.
Es ist aus Satin, Kord oder Wollstoff.
Farben: Rot, Grün, Blau, besetzt mit vertikalen Fransen, die in den Farben zum Kleid passend aufgenäht sind.
Haube: besetzt mit Fransen, Dreispitz mit Zylinder in der Mitte, am Rand sind schwarze Fransen und Pompons.
 Kittel: Hat einen schwarzer Samt Brusteinsatz besetzt mit Silberlitzen. Der Ärmel endet mit schwarzen Stulpen, die mit Silberlitzen wie an einer Uniform verziert sind. Am unteren Rand sind Pompons und schwarze Fransen.
 Hose:  ist eine weit geschnittene Überfallhose, die an der Seite meist einen Samtbesatz hat.
 Glocken: an schwarzen Lederriemen befestigt. Es werden insgesamt 4 Riemen getragen.
 Foulard: 3 Stück.
 Narrenwurst: dunkel und kleiner als beim Gschell.
Attribute wie bei Gschell.
 
 Könnte deutlich vor 1700 entstanden sein.
 Larve: Derbes Männergesicht mit gefletschter Mundpartie. Zwei Hauer kommen aus den Mundwinkeln. Das Rollkinn (Volute) stammt aus dem Barock. Sie wurde in der Zeit bis etwa 1770 als typisch barockes
Stilmittel eingesetzt, wobei der eigentliche Ursprung der Volute als gestaltendes Mittel viel weiter in die Vergangenheit reicht. Alte Larven haben ein ausgeprägtes, nach oben gebogenes Kinn.
 Kränzle: Rosshaar schwarz.
 Narrenkleid: Aus Rupfen, Wollstoff, Kord mit weißen Gänsefedern besetzt.
Farben: Braun, Rot, Blau und Grün.
Narrenkleid: Aus Rupfen, Wollstoff, Kord mit weißen Gänsefedern besetzt.
Farben: Braun, Rot, Blau und Grün.
Haube : Ist mit Federn und Borten besetzt. Der Hut ist ein Dreispitz aus schwarzem Filz. Er trägt einen Gänseflügel als Zier.
Hose :Normale Hose mit Federn besetzt.
 Foulard: 3 Stück.
 Stecken: Eine ca. 2m lange Holzstange, die am Ende ein Kalbsschwänzle hat. Er dient zum Springen und zum Necken der Zuschauer.
 Weiteres Zubehör: Krawatte schwarz, weiße Handschuhe und schwarze Schuhe
 vermutlich vor 1700.
Der Alte Schantle war bis ca. 1842 mit einem Straßenanzug und Besen unterwegs. Er wurde im
19. Jh verboten.
Viktor Gassner rief ca. 1860 den heutigen Schantle ins Leben. Es entstand ein edler Schantle mit Gehrock oder Umhang. Er hat statt dem Besen einen Stock oder einen Sonnenschirm bei sich.
Larve : kräftiges Männergesicht mit Falten und zum Teil Warzen. Es gibt Einzelstücke, wie Ronny (mit Bart), Briekere (weinende), Lachere.
Kränzle: Rosshaar schwarz.
Narrenkleid: aus Rupfen, Samt (Bezug eines Sofas), grobes Tuch.
Farbe: Braun, dunkelrot, dunkelblau, dunkelgrün.
 Haube: ist mit Borten und Kokarden besetzt oder er ist bestickt. Ein schwarzer Dreispitz wird als Hut getragen.
Kittel: ist mit Borten (z. B. Bierbrauer Stern) und Kokarden besetzt oder er ist bestickt. Am Ärmel sind Stulpen als Abschluss.
 Hose: am Saum besetzt mit einer Borte.
 Foulard: 3 Stück.
 Weiteres Zubehör: Sonnenschirm, Stock oder Sauglocke. Wie bei den anderen Narren.
 
 
Schiermaiers Guller.
Name: Vermutlich war ein Besitzer Scheuermeister.
Erster Beleg aus dem Jahre 1861. Hinweise auf einen Hahnenreiter finden sich auf einer Stuhlwange im Rottweiler Münster (1703). Jetziges Aussehen seit 1907.
 Larve:Männergesicht, das an einen Hahn erinnert.
 Narrenkleid: cremefarbener grober Stoff. Enge Hose und kurzer Kittel.
 Guller
angefertigt aus Meerrohr, Seegras, Rupfen, Holz und Stoff und mit braunen Federn besetzt. Schwanz aus Drähten die mit schwarzen Federn besetzt sind. Gamaschen, aus Leder die Sporen und Hahnenfüße angesetzt haben.
 
 Name: Brieler- Rößle.
Die Knechte eines inzwischen untergegangenen Weilers mit dem Namen Briel östlich von Rottweil zogen zur Fasnetszeit mit einem Rößle in die Stadt. 1821 erwähnt.
Benner- Rößle: Sattlermeister Benner, könnte ca. 1848 ein Rößle hergestellt haben.
 Aussehen: könnte ein Korb mit einem Loch oder ein aus Holz gefertigtes Rössle gewesen sein, das mit Riemen getragen wurde. Es war vermutlich ohne Treiber unterwegs.
Treiber:jetziges Aussehen: vermutlich erst um 1900. Wie Schantle mit Umhang. Meist ist ein Treiber schwarz, einer rötlich
Attribute: aus Rupfen, Samt (Bezug eines Sofas), grobes Tuch. Farbe: Braun, dunkelrot, dunkelblau, dunkelgrün.
 Peitsche: Peitsche aus Weidenstecken (wie Fuhrleute). Am Ende ist ein Riemen (Schlinge) aus Leder angebracht. Am Ende der Schlinge ein Zwick (Schuhbändel) angebracht, der den Knall beim Peitschen erzeugt. Mit der Peitsche wird geknallt und das Rößle durch die Stadt getrieben.
 Rößle: Die Larve ist eine Mischung aus Mann und Frau, der Ausdruck wirkt etwas erschrocken. Die Larve des Alten Schimmels ist ca. um 1700.
 Haube: wie beim Schantle, jedoch ist am Hut ein Gänseflügel angebracht. Farbe Gelb.
 Umhang und Hose :Farbe Gelb, zum Teil mit Stadtadler bestickt.
Das Rößle ist einem Pferd nachgebildet, meist ein Schimmel.
Eine Besonderheit ist der "Fuchs", der mit einem braunen Fell bezogen ist.
 
 Der Narrenengel hat Bezug zu den Engelsgesellen der Reichsstadtzeit.
 Larve: Ähnlich einem Schantle, aber nicht sehr geistreich.
 Kränzle: Geraffter, rot- weißer Stoff mit 2 Spiegeln und Bändern besetzt.
 Narrenkleid: Wolltuch in den traditionellen Farben der Stadt, Rot und Weiß.
 Kittel: Rot- Weiß, mit Bändern und Fransen besetzt.
Haube: Rot Weiß mit Borten und Fransen besetzt. Hut in Form eines Dreispitzes.
 Hose: Rot- Weiß.
 Foulard: 3 Stück.
 Schärpe: Rot- Weiß.
 Tafel: Mit Aufschrift: Jedem zur Freud, niemand zum Leid
 
*Wir danke der Narrenzunft Rottweil für die Texte
 


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