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Neuenburg am Rhein
12.12.2010 21:57 (10826 x gelesen)

    Neuenburg am Rhein



   
 
Narrenzunft D`Rhiischnooge Neuenburg am Rhein und die Geschichte
der Neuenburger Fasnet
 
Gegründet wurde die Narrenzunft D`Riischnooge 1929
Die Narrenzunft ist 1939 in denVerband Oberrheinischer Narrenzünfte aufgenommen und
gehört der Vogtei Mittlerer / Südlicher Breisgau an.
 
anlässlich des Junbiläums der Narrenzunft Neuenburg am Rhein im Jahre
1972 hatte Winfried Studer, ein "Zähringer Narrentreffen" das ist ein Treffen
aller im Freundschaftskreis der Zähringerstädte zusammengeschlossenen
Städte in Deutschland und der Schweiz zu veranstalten. Die Zunft hat
sein Vorschlag sofort aufgegriffen und das Treffen, das ein voller
Erfolg wurde, veranstaltet. In der Zwischenzeit wurde Winfrieds Studers Idee, auch
in den Zähringerstädten Murten/Schweiz und Freiburg im Breisgau
aufgegriffen, wo das Treffen in der Folgezeit stattfand. Im nächsten
Jahr ist das "Zähringer Narrentreffen" nun in Rheinfelden/Schweiz.
1976 fand das VON Vogteitreffen Mittlerer / Südlicher Breisgau in Neuneburg statt.
 
Die Geschichte:
Die im Jahre 1888 geborene Neuenburgerin Elisabeth Rueb erzählt, dass in ihrer Kindheit und
Jugend originelle Vorkommnisse während des Jahres an der Fasnacht bei Umzügen glossiert
und ausgespielt wurden.Ab dem Jahr 1912 können wir die Entwicklung der Fasnacht in
Neuenburg am Rhein näher verfolgen. 1912 wird von einer „großen Fasnacht mit Rosenmontag
und großem Fasnachtsumzug“ berichtet, „wobei ganz Neuenburg und Umgebung Kopf
gestanden hat, umso mehr als die Neuenburger Fasnacht eine alte Tradition hatte und in
die frühesten Jahre zurückging“. Vor der Zunftgründung (1927) lag die Durchführung von Fasnachtsversanstaltung in Neuenburg am Rhein weitgehend beim Männergesangsverein „Sängerfreundschaft“, dessen Mitglieder auch nach 1949 Zunftveranstaltungen mitgestalteten.
Erinnert sei nur an die ersten Zunftsänger Josef Bächlin , Adam Kößler, Rudi Meisinger
und Konrad Studer.Wie seine Tochter Mina Kößler in vielen Jahren nach 1949 bei der
Gestaltung der Zunftabende, hat sich Wilhelm Studer beim Männergesangsverein
um dessen Operettenaufführungen an Fasnacht verdient gemacht. Noch im Jahre 1938
bereicherte der Männergesangsverein das Fasnachtsprogramm mit einer Operette, zu deren
Aufführung er am 20. Januar 1938 die Genehmigung einholt: „Der Männergesangsverein
Neuenburg beabsichtigt an Fasnacht die Aufführung der Operette „Das Fischermädel
von Helgoland“.
 
Ignats Fasnacht, eine verschwundene Neuenburger Fasnachtsfigur:
 
Manche Narrenfigur in der alemannischen Fasnachtslandschaft geht auf eine alten
Ortsnecknamen zurück . So auch in Neuenburg am Rhein. Lange bevor es den „Rhiischnoog“
gab , trieb der Ignats über die Fasnachtstage im alten Rheinstädtchen seinen Schabernack.
Vom Schmutzigen Dunnschtig bis zum Aschermittwoch war der Ignats im Städtchen anzutreffen.
Und wie in Sebastian Brants Narrenschiff von 1494 sammelt der Ignats in seinem Karren
die „Vertreter aller nur erdenklichen Torheiten“, die er im Städtchen antraf. Ignats Fasnacht
war in Neuenburg am Rhein als Narrengestalt schon im 19. Jahrhundert daheim . Leo Grozinger
der erste Zunftmeister der Narrenzunft D`Rhiischnooge Neuenburg am Rhein nach dem
Zweiten Weltkrieg, berichtet in seinen Aufzeichnungen: „1933wurde der Neuenburger Ignats
parteiamtlich verboten, und das Narrenzepter haben die Braunen übernommen auf ihre Art“.
Im Jahr 1949, bei der Wiedergründung der Narrenzunft war also nur noch der Ochsenkarren
des alten Ignats Fasnacht übrig geblieben. Mit ihm, so erzählte Hubert Olligs, der zu den
Gründungsmitgliedern der Zunft (1949) gehört, proklamierte die Zunft die erste Neuenburger
Fasnacht nach dem Krieg.
 
Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg:
 
Auch in Neuenburg am Rhein wurde nun, nachdem der Verband Oberrheinischer Narrenzünfte
neu konstituiert war, ein neuer Anlauf genommen. Die früheren Elferräte, Zunftmeister
Franz Homburger und Leo Grozinger strebten die Wiedergründung der Narrenzunft
D`Rhiischnooge an. Fritz Hüttlin berichtet im Protokollbuch der Zunft: „Im Spätherbst des
Jahres 1949, erstmalig wieder nach dem großen Kriege 1939 – 1945 wurde durch Anstoß der
Herren Leo Grozinger, Zimmermeister in Neuenburg, sowie Franz Homburger, Kaufmann in
Neuenburg, beide Mitglieder des ehemaligen Elferrats, eine Zusammenkunft im Nebenzimmer
des Bahnhofhotels in Neuenburg einberufen, welche zum Ziel hatte, für das Jahr 1950
wiederum eine Fasnacht zu gestalten, welche traditionsgemäß mit Elferrat und Garde
durchgeführt werden sollte. Es erschienen auf Einladung die Vorstände der Vereine sowie
Bürgermeister Raeck mit Gemeinderat und verschiedene Bürger und Geschäftsleute von
Neuenburg.“ Am 4. Dezember 1949 wurde die Wiedergründung der Narrenzunft
D`Rhiischnooge im Bahnhofhotel, dem heutigen Neuenburger Hof, offiziell vollzogen.
Zum ersten Zunftmeister nach dem Krieg wählte die Versammlung Leo Grozinger.
Franz Homburger, Fritz Hüttlin, Artur Grozinger, Karl Knaus, Karl Edel, Karl Stiehler,
Artur Baumann, Hermann Anlicker, Hubert Olligs, Hans Becker jun. Wurden in den Elferrat
Gewählt.
                                                                                                                                                                                                               Bald nach der Wiedergründung der Zunft nahm auch die ebenfalls wieder neu gegründete Zunftgarde
ihre Proben in einer Schulbaracke auf. Es war ein schwieriger Anfang für die Zunft. Es fehlte ihr an allem.
Da auch kein finanzieller Grundstock vorhanden war, mußte für den Neubeginn ein Kredit aufgenommen
werden. Doch schon die erste Fasnacht nach dem Krieg war ein voller Erfolg. Die Badische Zeitung
berichtet am 4. Februar 1950: „Der Fremde, der zum ersten Mal in das Rheinstädtchen Neuenburg kommt,
wird angesichts der Großen Zerstörungen die als traurige Hinterlassenschaft des Krieges die alte Rheinstadt
mehr als sonst eine Gemeinde des Oberrheins gezeichnet hat, immer wieder baß erstaunt sein über den ungebrochenen Lebenswillen. Gibt sich der Fremde aber Mühe, das Geheimnis dieser Lebensbejahung zu
ergründen, so wird er es in der Besonderheit dieses Menschenschlags finden, dem das Schicksal zwar
alles angenommen, aber ein Herz gelassen hat, das um so wärmer schlägt. Der Krieg und seine Folgen
zwangen die Menschen zusammenzurücken, und die Not ließ sie mehr als anderswo zu Brüdern und
Schwestern werden. Dies aber sind die Urquellen ihrer Kräfte. Und so, wie ihre Fäuste gewohnt sind, die
Not und die Arbeit anzupacken, verstehen sie auch, ihre Feste zu feiern. Wenn dieses Fest dann noch dazu
Fasnacht heißt und obendrein die erste nach elf Jahren ist, braucht man sich nicht zu wundern, wenn in
diesen Tagen die Freude mit klingender Schelle durch den ganzen Ort läuft. Welche Anziehungskraft
D`Rhiischnooge besitzen, bewies auch die Fremdensitzung der Neuenburger Narrenzunft am Sonntag,
zu der die Besucher in großer Zahl erschienen waren, dass alle Erwartungen übertroffen wurden.“
Eine „Prunksitzung“ am Schmutzigen Dunnschtig und eine „Fremdensitzung“ am Fasnachtssonntag
standen im Mittelpunkt der Fasnacht 1950; „Prunksitzung“ und „Fremdensitzung“ sind Bezeichnungen, wie
wir sie aus dem Kölner Karneval kennen. Auch das Zeremoniell dieser Veranstaltungen war weitgehend
dem Kölner Karneval entnommen. Erst viele Jahre später erhielten diese Zunftveranstaltungen im Zuge
einer „Entkarnevalisierung“ der Neuenburger Fasnacht die heute üblichen Bezeichnung „Zunftabend“.
Aus dem Elferrat wurde der Zunftrat.
 
Die Fasnacht in Neuenburg am Rhein wurde Jahr für Jahr beliebter.
 
Auch Rückschläge blieben nicht aus, leider oft verursacht durch Unzulänglichkeiten in der Zunftführung.
Im Jahr 1962 gab sich die Zunft eine neue richtungsweisende Satzung, die eine Öffnung der bisher nur aus
Elferrat und Zunftgarde bestehende Zunft für eine größere Mitgliedschaft ermöglichte. Es folgte nun eine
richtigerweise auch die Gestaltung des Rhiischnogs als Narrenfigur im Jahre 1964. Maske und Häs
wurden am 11.11.1964 der Öffentlichkeit von Narrenmeister Hermann Meßmer im Bahnhofhotel
vorgestellt. Der Verfasser hat den Anstoß für die Maske und das Häs der Rhiischnoogs gegeben,
unterstützt von Werner Schäfer. Der ehemalige Chronist des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte,
Richard Fahr, zu dem in den Folgejahren eine besondere Freundschaft entstand.
 
Die Maske schnitzte Josef Tränkle aus Elzach
Nun konnte es los gehen. Die Häsfigur ist bis heute die „Rhiischnoge“ geblieben und sind überall gern
gesehene Gäste bei Umzügen und Narrentreffen sowie Abendveranstaltungen.
 
 
 
Narrenfiguren aus der Stadt Neuenburg:
 
Zigeunerclique:
Gründungsjahr 1974
„Neueburg Ziginer sind lustig und fidel,
Neueburg Ziginer, ein Herz und eine Seel,
Neueburg Ziginer, wie ka`s denn anderst si,
sie trinke mol e Vierteli,
sie trinke mol e Wii“,
singt mit Begeisterung die Neuenburger Zigeunerclique bei der alljährlichen Eröffnung ihres seit 1984
bekannten Zigeunerballs. Die Zigeunerclique wurde 1974 auf Initiative des aus einer alten Neuenburger
Fischerfamilie stammenden Fred – Stefan Kößler ins Leben gerufen. Mitinitiator ist der Neuenburger
Erwin Vogel.Die Zigeunerclique ist eine tragende Säule des Neuenburger Fasnachtsumzug.
 
 
Wuhrlochfrösche:
Gründungsjahr 1980
Auf Wunsch des Vorstandes des Männergesangsvereins hat die Narrenzunft im jahre 1979 Richard Fahr beauftragt, Maske und Häs eines Wuhrlochfrosches zu entwerfen. Richard Fahr ist dies in Zusammenarbeit mit der Zunft auch bestens gelungen. Die Wuhrlochfrösche sollten den alljährlichen Fasnachtswagen des Gesangsvereins ablösen. Ein Vorhaben, das sich in der Folge zerschlagen hat. Hedwig und Berthold Schäfer ist es letztlich zu danken, daß die Wuhrlochfrösche doch noch geboren wurden. Die Wuhrlochfrösche, die in Anlehnung an den Neuenburger Narrengruß „Schnoog – Schnoog – Quak – Quak“ von 1939 enstanden sind, erinnern an die vielen Bewohner des „Wuhrlochs“, die besonders im Frühjahr mit ihrem Konzert bis in die Stadt hinein zu hören waren. Sie sind heute leider fast ganz verschwunden.
Die Wuhrlochfrösche sind eine wertvolle Bereicherung der Neuenburger Fasnchtslandschaft.
 
 Altstadtglunki
Gründungsjahr 1986 / 87
Mit dem Altstadtglunki erhielt die Neuenburger Fasnacht 1986 / 87 eine weitere Narrenfigur.
Initiatoren für den Altstadtglunki sind Petra Blank und Hildegrad Boll.
Auch der Altstadtglunki entstand in Zusammenarbeit mit der Narrenzunft.
Der Altstadtglunki mit seinem Häs in den Neuenburger Stadtfarben ist ein lustiger und freundlicher Geselle. Wenn wir Glück haben, könnten er uns in einem Gässchen der alten Stadt oder an einem der Stammtische der Neuenburger Wirtshäuser begegnen.
Mit der Maske für den Altstadtglunki ist Meister Richard Fahr, dem Vater vieler Narrenfiguren am Oberrhein, ein weiterer guter Wurf gelungen.
 
Schierebirzler Steinenstadt
 
Gründungsjahr 1988
Die in der Vereinschronik berichtet: „Fahrende Gaukler trieben sich in vergangenen Jahrhundert durch die Lande und führen in Stadt und Land ihre Künste vor. Dazu nutzen sie als Forum meist auch große Scheunen. Angetan von deren Kunststücken nannte sie der Volksmund bei uns „Schierebirzler“. Dieser Name übernahmen die Gründer der Zunft.
 
Brunnenbutzer
Gründungsjahr 1993
Der Brunnenbutzer entstand um die zahlreichen Brunnen im Neuenburger Stadtgebiet, „Monument“ auf dem Rathausplatz, Basiliskenbrunnen, Matthias – von – Neuenburg – Brunnen, Marktplatzbrunnen „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, um nur einige zu nennen.
Der Brunnenbutzer, ein pfiffiger Geselle, ist mit seinem farbenprächtigen Häs ein belebendes Element der Neuenburger Fasnacht.
 
Burghexen
Gründungsjahr 1986
Die Burghexen mir ihrem Oberteufel, einer Einzelfigur, entstanden im Jahr 1985 / 1986 um den „Freundeskreis des früheren Jugendzentrums“. Die Maske der Burghexen stammt aus der Werkstätte des Elzacher Maskenschnitzers Konrad Wernet. Ihren Namen haben die Neuenburger Burghexen in Anlehnung an den Namen ihrer Heimatstadt Neuenburg gewählt.
 
Klemmbachschlurbi
Gründungsjahr 1981
Der Klemmbachschlurbi ist ein naher Verwandter des Basler Waggis, wie schon seine imponierende Larve verrät.
Der Klemmbach der, von der Vorbergzone kommend, durch die Stadt zum „Wuhrloch“ fließt, hat dem Klemmbachschlurbi seinen Namen gegeben.
Die Narrenclique entstand 1981 in erster Linie zur Bereicherung des Neuenburger Fasnachtsumzug. Sie wurde gegründet von Gertrud Kiefer – Saurer mir ihrer Familie.
 
 
Klosterkopfhexen
Gründungsjahr 1995
1995 gegründeten Susanne Duttlinger und Co. die Klosterkopfhexen.
Der Klosterkopf ist ein altes Gewann im Süden der Stadt. Es hat seinen Namen von dem nahegelegenen Kloster Gutnau. Die Alten wußten noch, daß bei der Guttnau ein Spuk umgeht, und Geister und Hexen werden an dem verschwundenen Ort auch gesehen. Über die Fasnachtstage wagen sie sich sogar bis in die Stadt.
 
Münsterwächter
Gründungsjahr 2001
Im „Wuhrloch“, einen Rest des alten Rheins, ist um 1525 das Neuenburger Münster „Unserer lieben Frau“ versunken, dessen Hauptaltar den Heiligen Drei Königen geweiht war. „In besonderen Nächten hört man die tief auf dem Grunde des Altrheins ruhenden alten Münsterglocken klagen und rufen“, erzählt eine alte Sage.
Um diese Sage bildete sich im Jahre 2001 die Narrengruppe Münsterwächter, angestoßen von Bianca Stiegeler und Co.
 
Plooggeister
Gründungsjahr 1995
Sie könnten zur nächsten Verwandtschaft der Rhiischnooge gehören, die am 12. Mai 1995 von 14 jungen Mitbürgern um Uwe Holzer gegründeten Plooggeister. Denn wie die Rhiischnooge plagen und necken die Plooggeister ihre Mitbürger.
Hexen, Geister und Dämonen sind in vielfältiger Weise in der alemannischen Fasnacht anzutreffen und beliebte Narrengestalten.
 
Rhiiwaldstorzä
Gründungsjahr 1989
Daniel Ruf und Co. hatten die Idee zur Gründung der Rhiiwaldstorzä.
Der 11.11. 1989 ist der Geburtstag der Narrenclique. Der Rhiiwaldstorzä ist ein Waldgeist, der im weiten Rheinvorland und im Rheinwald seinen Schabernack treibt. Über die Fasnachtstage ist er ein gerne gesehener gast in der Stadt.
 
Riesirutscher
Gründungsjahr 1989
Die Riese ist eine Hohlrinne im Wald zur Holzabfuhr. In Neuenburg am Rhein bezeichnet man den Abhang zwischen Ober – und Unterstadt als Ries. Der Rutscher ist im alemannischen ein kleiner Holzschlitten. Der „Riesirutscher“ ist mithin ein Schlittenfahrer, wie wir ihn noch in den 1950er Jahren vor allem beim Schlittenfahren am „Schneckerai“ und am „Kritzerrai“ in Neuenburg am Rhein angetroffen haben.
 
Wespen
Gründungsjahr 1988
Die Wespen sind eine reine Frauenclique. Sie wurden im Herbst 1988 von fünf Frauen, wie diese in den Annalen festgehalten haben „in einer Weinlaune“ gegründet“. Die Wespen wollten erst nur am Narrenumzug teilnehmen wurden aber mit der Zeit eine Aktive Narrenclique.
 
Zähringerteufel
Gründungsjahr 1995
Im Süden Neuenburgs lag die alte Zähringerburg, Sitz der Stadtgründerfamilie, der Herzöge von Zähringen. Sie gab dem Zähringer Teufel sein Name. Nach dem die Burg verschwunden ist, kommt der Zähringer Teufel einmal im Jahr in die Zähringerstadt und treibt sein Unwesen.
 
Zienkener Heidschnuggen
Gründungsjahr 1992
Die Zienkener Heidschnuggen berufen sich auf das Gemeindewappen von Zienken: „In Blau ein silberner (weißer) Widderkopf mit goldenem (gelben) Ährenkranz“. Der Widderkopf im Gemeindenwappen erinnert an die „Einführung der gemeinen Schafweide“ in Zienken.
 
Grisser G`schlänzte
Gründungsjahr 1993
Die „Gschlänzte“ leiten ihren Namen von ihrer Heimatgemeinde Grißheim ab, die erstmals im Jahre 805 als „villa Cresheim“ erwähnt wird. Aus „Grissen“, wie die alte Rheingemeinde um 1481 in Urkunden erwähnt wird, machte der Volksmund schließlich die neckische Bezeichnung „G`schlenzt“, wobei „Schlenz“ für das aus dem Alemannischen kommende Wort für Riß steht.
 
Eichwaldräuber Steinenstadt
Gründungsjahr 1997
Im Gegensatz zu ihrem grimmigen Aussehen, sind die Eichwaldräuber lustige Gesellen. Beheimatet im Rest der einst großen und wertvollen Eichwälder vor den Toren der Stadt, haben sich die Eichwaldräuber vielleicht um 790 in die Steinenstadter Wälder zurück gezogen.
 
 
 
Wir danken sehr Winfried Studer aus Neuenburg am Rhein der uns Texte aus seinem
Buch „Lebendige Fasnachtstraditionen in Neuenburg am Rhein“ zu Verfügung gestellt hat.
Raphael Rinkenauer hat diese Info`s aus den Texten zusammengestellt.
 
 


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