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Hist.Narrenorte : Munderkingen
19.12.2010 19:35 (6888 x gelesen)

             Munderkingen an der Donau



   
 
Gegründet wurde die Narrenzunft 1958?
Die Trommgesellenzunft Munderkingen ist seit 1958 Mitglied der
Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte und gehört der Landschaft Donau an.
 
 
 
Die Munderkinger Fasnet und seine Zunftgruppen
 
Auftakt - Der Glompige Donnstig
Das  Fasnetausgraben ist der offizielle Beginn der Munderkinger Fasnet. Das Besondere: Es ist nicht der Donnerstag von Fasnacht, sondern eine Woche früher. Drum ist es der "Glompige" (hochdt.: unsicher, unratbehaftet) und nicht der "Schmotzige" (hochdt.: fettig, schmalzig) wie anderswo. Der Fasnet wird mit einem Fackelumzug "reizonda", anschließend entsteigt der Trommeister - Repräsentant der Fasnet - aus Rauch- und Feuerschwaden einer Bodenöffnung und verkündet seine Parolen.

In den Gaststätten findet an diesem Abend das traditionelle Maschkra-Gau statt, bei dem sich einzelne Narren oder Gruppen über ein Motto in Interaktion mit dem Publikum ergehen.
 
 
Fasnet-Sonntag: Umzug und historscher Brunnensprung
An diesem Tag findet ein goßer Umzug statt, an dem neben Musikkapellen und Zünften der Nachbarorte Untermachtal, Rottenacker und Ehingen vor allem die Vereine und spezielle Fasnet-Gruppen in jährlich wechselnden Mottos auftreten. Die Trommgesellenzunft bildet mit den Brunnenspringern den Abschluß des Zuges.
Anschließend findet der historische Brunnensprung statt. Die erste Erwähnung dieses Brauchs geht auf das Jahr 1742 zurück.
 
 
Fasnet-Montag: Kinderfasnet und andere Dinge
Um 14 Uhr setzt sich der Kinderumzug, ein nicht organisierter Umzug , bei dem jede Gruppe ohne Voranmeldung mitmachen kann in Bewegung. Die historischen Figuren wie z.B. Trommgesellen, Brunnenspringer u.a. sind mit jährlich wechselnden Mottos unterwegs und bleiben für außen stehende als solche nicht erkennbar. Anschließend erhalten alle Kinder Wurst und Wecken als Dankeschön. Nach dem Kinderumzug feiern die Kinder ihren Ball in der Donauhalle. Den Abend beschließt ein erneutes "Maschgera gau".
An diesem Tag und auch noch am Darauffolgenden, findet der sogenannte Grempelesmarkt statt. Für einen guten Zweck werden hier auf sehr originelle Weise Alltagsgegenstände verteigert.
 
 
 
Fasnet-Dienstag
Mancheiner, der von der Nacht übrig geblieben ist, begibt sich am Fasnetsdienstag gleich um 9 Uhr zum zweiten "Grempelesmarkt". Den Tag über herrscht Maskentreiben in der Stadt. Um 17.30 Uhr setzt sich dann ein letzter kleiner Umzug vom Obertorplatz in Richtung Marktbrunnen in Bewegung. Dort findet um 18 Uhr der zweite Brunnensprung statt. Bei dieser Zeremonie gibt der Trommmeister den Rathausschlüssel wieder an den Bürgermeister zurück. In den Wirtshäusern klingt die Fasnet aus. Ab diesem Zeitpunkt heißt es dann:
 
...s'goht wieder dergega...
 
 
 
Funkensonntag
Am Funkensonntag, dem ersten Fastensonntag - Invocavit - wird mit Einbruch der Dunkelheit beim Schützenhaus ein Funkenfeuer angezündet. Nun folgt das "Schönetrinken", wo der Trommgeselle von seiner Trommmaid (die "Schöne") eingeladen wird, um die Fasnet fröhlich zu beschließen. In allen Wirtshäusern gibt es "Funkenküchle". Natürlich drehen sich alle Gespräche um die vergangenen Fasnetszeit. Wehmütig blickt man zurück...
 
 
 
 
Die Zunftgruppen
 
Die historische Gruppe
Die historische Gruppe umfasst alle Figuren, die mit dem Ausgraben der Fasnet am "Glompigen Donnschtig" und dem Brunnensprung zu tun haben. Das ist zunächst der Trommmeister, der Ritter, der Graf, der Herold und der Fürst, die von der Überlieferung her die Begründer und Gönner der Fasnet darstellen. Es sind desweiteren natürlich die beiden Brunnenspringer, die sich aus den 8 - 12 Paaren der Trommgesellen und Trommmaiden rekrutieren. Zum Brunnensprung gehören weiter der Obermaischer und vier Maischer, die beim Brunnensprung das Wasser in Bewegung setzen müssen. Der Stadtlöwe und der Fahnenträger ergänzen die Szenerie.
 
 
Das Trommler- und Pfeiferkorps
Trommel und Pfeife waren über Jahrhunderte hinweg die vorherrschenden Instrumente auf dem Tanzboden und bei den repräsentativen Brauchformen. Überliefert sind sie bis heute beim Überlinger Schwertletanz oder bei den Tänzen der Schwäbisch Haller Salzsieder. Natürlich wurden die beiden Instrumente auch über das Militär stark verbreitet. Da zum Brunnensprung unverzichtbar die "drei Staatstänze" gehörten, darf vermutet werden, dass diese von Trommeln und Pfeifen musikalisch begleitet wurden. Nach dem 2.Weltkrieg nahm eine kleine Gruppe von Trommlern die Funktionen wahr. Um 1960 herum wurden die Trommelbuben neu eingekleidet und ihr Gewand dem der Brunnenspringer angepasst. Diese Kleidung geht zurück auf die Mode der deutschen Renaissance zwischen 1510 und 1550.
 
 
 
Das Wusele
Das "Wusele" ist ein längliches Brötchen aus Weissmehl, etwas kleiner und auch von etwas anderer Form als ein gewöhnliches Weckle. Das Wusele stellt eine Art Notbrot dar, gebacken in Notzeiten einer Belagerung, wo es die üblichen größeren Wekken ersetzen musste. Anfang der 1950er Jahre war der Wunsch nach einem Laufnarrenkostüm aufgekommen. So schuf man die Figur des Wuseles. Nachdem jahrelang an einem geigneten Kostüm herumexperimentiert worden war, beteiligten sich im Jahr 1959 die ersten Wusele am Umzug. Ein Jahr später war bereits die Stadtkapelle mit diesen Kostümen ausgestattet. Das Wusele wird als Männer-Wusele mit langen Hosen und einer Stoffmaske getragen. Die Frauen-Wusele gehen unverlarvt und tragen statt der Hose einen langen Rock. Bei den Umzügen verteilen sie ihre gebackenen Wusele.
 
 
 
 
Die Rathaushexen
Ab etwa 1935 schwappte ausgehend von Offenburg eine Welle der Hexenneuschaffungen durch die schwäbisch-alemannische Fasnetslandschaft, die 1956 auch Munderkingen erreichte. Im Gegensatz zu anderen Narrenzünften ist die Anzahl der Rathaushexen aber auf 12 begrenzt.
 
 
 
Die Belagerungsgruppe
Auf Verse des weitverbreiteten "Franzosaliedes" (Auf, auf, Ihr Burger stauhd ins Gwehr...), des Munderkinger Dichters Carl Borromäus Weitzmann von 1794, beruft sich die Darstellung der "Belagerung". Hier wird in lustiger Weise die Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen durch die Bürgerwehr dargestellt. Auf Seiten der Städter sind dabei der Schultheiß, der Pfarrer und eine Hausere, ein Marketenderwagen mit den Frauen der Verteidiger, der Stadthauptmann und andere von Weitzmann genannte Gesellen, wobei zu den Verteidigungsrequisiten eine große und auf Seiten der Franzosen eine kleinere, alte Kanone gehören. Die Bauern und die Franzosen stellen ein Scheingefecht dar, bei dem die mit Dreschflegeln bewaffneten Verteidiger der Stadt gegen die mit Säbeln kämpfenden Franzosen gewinnen.
 
 
Die sieben Schwaben
In Munderkingen ist die Gruppe der 7 Schwaben schon seit den 1920iger Jahren in die Fasnet ingegliedert. Die Angst der Schwaben vor dem Hasen geistert seit dem 18. Jahrhundert durch die Literatur. Seit 1962 führen die Jugendlichen der Feuerwehr die Geschichte vom Hasen und den 7 Schwaben beim Umzug auf.
 
 
 
Einzelfiguren
Der Wappenlöwe entstand 1932 und begleitet seit dem die historische Gruppe in Umzügen. Der Hofnarr, eine weitere Einzelfigur, war zu dieser Zeit auch schon vorhanden, dennoch geriet die Figur nach dem Krieg in Vergessenheit, wurde aber zur Fasnet 2001 wiederbelebt.
 
 
Der Brunnensprung
Nach dem vom Trommelwirbel begleiteten Auswürfeln der beiden Brunnenspringer begeben diese sich auf das Brunnengeschäl des vom Baumeister Leonhardt Baumhauer aus Tübingen 1572 erneuerten Marktbrunnens.
Der Obermaischer befiehlt nun seinen Maischern, das eiskalte Brunnenwasser in Wallung zu bringen und zwar mit den Worten: "Maischer setzt an, maischt auf!". Das Maischen geschieht jeweils im Rhythmus auf die folgenden Trinksprüche:
 
"Dem Bürger a Glas,
em Schultes a Maß,
em Pfarrer da Wei"
Und zum letzten Mal auf die Worte: "So soll es sei". Hierauf setzt die Narrenmusik ein zu Hopser und Schleifer, den die Springer auf dem Brunnenrand alleine tanzen.
Nun erhalten die beiden Springer jeweils von einer Trommmaid einen Becher heissen Weins. Die Brunnenspringer - ledige junge Männer - bringen nochmals drei Sprüche aus, wobei sie jedesmal ihr Glas ganz leeren, nämlich:
 
Ein Hoch auf Magistrat und Deputat,
 
ein Hoch auf Pfarrer und Bürgersleut,
 
ein Hoch auf meine Liebste!"
Dann werfen sie ihre Gläser an die Brunnensäule, auf der der steinerne, schildhaltende Löwe - das Munderkinger Stadtwappen - steht und springen drei Mal in das von den Maischern in Wallung gebrachte eisige Brunnenwasser hinein. Begleitet wird diese Aktion von vielfachen "Narro-Hee"-Rufen aus tausenden Kehlen.
Wenn sie dann den Brunnen verlassen haben, steht ihnen von alters her das Recht zu, alle umstehenden Mädchen zu küssen. Viel Zeit bleibt ihnen dazu aber nicht, denn es müssen schleunigst die nassen Kleider gewechselt werden.
Der Brunnensprung findet alljährlich am Fasnetssonntag gegen 16 Uhr und am Fasnetsdienstag gegen 18 Uhr statt
 
 
Wir Danken der Narrenzunft Trommgesellenzunft Munderkingen für die Texte!
 


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