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Rottenburg
19.12.2010 20:30 (10541 x gelesen)

     Rottenburg am Neckar



   
 
 Narrenzunft Rottenburg am Neckar
 
Gegründet wurde die Narrenzunft 1925
Die Narrenzunft Rottenburg  ist Mitglied in derVereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte seit 1929 und gehört der Landschaft Neckar – Alb an.
 
Geschichte und Infos der Narrenzunft Rottenburg
(Texte von der Narrenzunft Rottenburg)
 
Für das Alter und die Traditionen der Rottenburger Fasnet sind weder historische Erwägungen noch Jahreszeiten entscheidend, sondern die wesenhafte Eigentümlichkeit der Figur des „Ahland“. Er ist außerhalb von Rottenburgs nirgends zu finden. Das Wort Ahland bedeutet eine vermummte Gestalt in der Fasnet. Das Wort ist abgeleitet von dem mittelhochdeutschen falant oder valant, die bedeutet Teufel oder Dämon und befand sich ursprünglich an einem größeren Gebäude in Rottenburg. Die heutige Holzmaske ist in Lindenholz geschnitzt mit teuflischem Gesichtsausdruck. Die Gewandung besteht aus einem weißen Kittel mit weißen Hosen, mit historischem Hohenbergerwappen.
 
Rottenburg dürfte wohl die einzige Narrenstadt sein, die während ihrer tollen Fasnetstage von „nur“ einer Frau regiert wird. In ihr feiert die Gräfin Mechthild, die einstige Regentin Österreichs im Rottenburger Land (1454-1483), für kurze Zeit Wiederkehr. Am „Schmotzigen Dausteg“ verkündet die Gräfin Mechthild , vom Balkon des Rottenburger Rathauses, dass die Fasnet eröffnet ist.
 
Narrenfiguren und Gruppen der NZ Rottenburg
 
Ahland
 
Durch die Initiative des ehemaligen Gruppenführers der Ahlandgruppe, Dieter Maier, ent-standen unter der Mitwirkung des Rottenburger Malermeisters Alfred Edelmann in den vergangenen Jahren neue Entwürfe für das Häs des Ahland.
Diese Entwürfe wurden in Schablonen, die als Malvorlage dienen eingearbeitet und sind zwischenzeitlich noch verbessert und ausgereifter ausgestaltet worden.
Die heutige Ausgestaltung des Ahland-Häs kann sich durchaus mit anderen bedeutenden Vertretern der sog. Weiss-Narren (z.B. Rottweil) messen und zählt mit zu den schönsten Fasnetfiguren des süd-westdeutschen Raumes.
Die Motive, die auf dem Häs des Ahland zu sehen sind, spiegel einen (historischen) Querschnitt der Rottenburger Stadtgeschichte wider.
Auf der Kittelvorderseite des weissen Maleranzuges ist die Gräfin Mechthild von Hohenberg abgebildet, die als Begründerin der Rottenburger Fasnet angesehen werden kann. Sie ist umgeben von zwei Hofdamen in historischen Gewändern. Umrahmt wird die Frauengruppe von Säulen, die den von der Gräfin Mechthild gestifteten Marktbrunnen symbolisieren.
Die Ärmel zeigen die für Rottenburg in früherer Zeit bedeutenden Erwerbzweige, nämlich den Hopfen - und den Weinbau. Jener ist durch das von Reben umrankten Rottenburger Stadtwappen dargestellt, der andere durch das von Hopfenpflanzen umgebene Wappen des Stadtteils Ehingen.
Die Kittelrückseite zeigt das Hohenberger Wappen in einer barokken Einrahmung. Die Hosenbeine zeigen zwei Ritter im sog. "Gestech". Ein zur Zeit der Gräfin Mechthild beliebter Brauch. Beide Ritter, hoch zu Roß kämpfen mit Lanze und Schild bewehrt um den Sieg.
Die Rückseite der Hosenbeine sind mit jeweils einem Rottenburger Stadtturm bemalt. Der Häsmaler hat hier die Auswahl unter fünf Rottenburger Türmen:
Pulverturm, Hechttor, Kalkweiler Tor, Schütteturm, oder Zwinger.
Abgerundet wird das imposante Erscheinungsbild des Häs durch die Darstellung des Neckars (Wellen) und die des Feuers (rot-gelbe Zacken).
Das Symbol des Feuers deutet auf die beiden Stadtbrände in den Jahren 1644 und 1735 hin.
 
Laufnarren ( Bogges)
Die Laufnarren, jene lebendigen, ureigenen Witzbolde und Possenreißer, denen der Schalk im Nacken sitzt, die mit ihren ungebundenen Späßen und witzigen Einfällen das Volk erheitern und zum Mitmachen anreizen, die auch durch ihr Gebaren den Leuten einen Spiegel vorhalten, gehören seit eh und je in das Bild der Rottenburger Fasnet.
Diese Brüder Lustig, in ihren vielerlei Gestalten, sind ihrem Brauchtum nach so alt wie die Rottenburger Fasnet selber. Sie haben nicht weniger Tradition als die Masken der Ahlanden und Hexen, die Figur der Gräfin Mechthild. Eben die Gräfin, die zur Protektorin der Rottenburger Fasnet wurde, hielt einen Hofnarr namens Halberdrein, der vor ein paar hundert Jahren nicht nur die Unterhaltung bei Tisch belebte, sondern auch bei den Fasnachtsunterhaltungen auf dem Rottenburger Marktplatz aufgetreten ist, zur Freude aller Bürger. So kann man den "Halberdrein"als den geistigen Vater der Laufnarren bezeichnen.
Zum Laufnarren gehört nicht nur Schminke und ein komisches Gewand und eine lächerliche Kappe, sondern Sinn für sauberen Humor, schlagfertigen Mutterwitz, die Begabung, andere zum Lachen zu bringen, die Gabe dem tierischen Ernst entgegenzutreten, das muß die Stärke eines echten Laufnarren sein.
In jeder Fasnet überraschen die Rottenburger Laufnarren mit neuen Masken, Einfälle und Späßen die Zuschauer.
Viele Generationen von Laufnarren zogen schon durch die Gassen der Stadt. Von den Eltern geht die Tradition des "Fasnetlaufens" auf die Kinder über. Es ist kaum eine Lücke aufzufinden. In schlechten Zeiten haben die Kinder das Erbe hinübergerettet. Es ist etwas Schönes, ein echter Laufnarr zu sein. In den Fasnetstagen laufen die Laufnarren mit der kurzen Fasnetszeit um die Wette, denn bald bricht der Aschermittwoch an und bereitet allem ein plötzliches Ende
 
 
Pompele
Die jüngste Figur der Rottenburger Fasnet ist das "Pompele".
Diese als Gegenstück, nicht als Konkurrenz zum Ahland von Kunstmaler und langjährigem Narrenrat Alois Stehle neu geschaffene Rottenburger Fasnetsfigur fand im Oktober 1978 den Segen und die Zustimmung des Präsidium der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte und wurde somit in deren erlauchten Kreis aufgenommen.
Als Vorlage, für die aus Lindenholz geschnitzte Holzmaske, diente die bei Bauarbeiten beim Pulverturm im Stadtteil Ehingen gefundene Renaissance-Steinmaske.
Das "Pompele" unterscheidet sich vom Ahland durch ausgeprägtere Gesichtszüge, feine Verzierungen und vor allem durch die Widderhörner. Als Larvenhaube tragen die "Pompele" ein schwarzes Lammfell, Kittel und Hose bestehen aus braunem, fellartigen Stoff. Ein Geschell aus Bronzeglocken sorgt für die akustische Auffälligkeit.
Alois Stehle suchte lange nach einem passenden Namen und fand ihn bei keinem Geringeren als bei Dr. Josef Eberle, alias Sebastian Blau. Dieser schreibt dazu in einem Brief an Alois Stehle: "Was die Volkssage vom "Pompele" des "Römischen Kaisers" in Rottenburg betrifft, so habe ich den Namen dieses Klopfgeistes in meinem Gedichtsband "Die schwäbischen Gedichte des Sebastian Blau" auf Seite 95 gebraucht. In Fischers schwäbischen Wörterbuch finde ich dazu unter "Bumpele" (Band 1, Spalte 1518) "Name eines dienstfertigen Kobolds" und den Verweis auf die Rottenburger in "Meier's Schwäbischen Sagen" S 80. Der Name würde also gut für eine Rottenburger Maske passen. Ich hoffe, damit als Pate des Neugeborenen anerkannt zu werden und wünsche dem Täufling alles Gute".
Als Referenz an den ehemaligen Besitzer der Stätte, in dem das "Pompele" gehaust haben soll, trägt dieses auf dem Rücken das Hauswappen des österreichischen Hauptmannschafts-verwalters Dr. Johann von Wagner
 
Stadthexen
Dass Rottenburg von alters her eine Metropole der Hexen war, konnte schon der Historiker Martin Plansch bestätigen. Er schrieb schon im Jahre 1507 in einem Lateinischen episculum de sagis maleficis, dass die Hexen zum mons foenis, vom Volke "Heuberg" genannt, ziehen, wo sie unter Tänzen und fröhlichem Gelage feierten. In der bekannten Sagensammlung von Dr. A. Birlinger und Dr. M. Buck "Volkstümliches aus Schwaben" 1881, Band 1, ist der uralte Turm, der Heubergturm, aus Römerzeiten erwähnt, in dem das Heuberger Hexle, genannt Sybille, haust.
Dieser Turm, auch Hexenturm genannt, ist ehedem der Sammelplatz aller Hexen der Umgebung gewesen.
Die Stadthexen aus Rottenburg ritten auf Ofengabeln bei Vollmond den Berg hinan. E. Maier berichtet in seinem Sagenbuch von 1852 ebenfalls von Hexentänzen auf dem Rottenburger Heuberg unter dem Hexenbäumle.
Aus alten Akten und anderen Aufzeichnungen ließen sich viele Sammelplätze der Hexen ermitteln, so im Schloßgraben, beim Nonnenbirnbaum, beim Hochgericht, auf der Alt-Rotenburg, in der Dölle, im Ringelwasen, bei der Galgenbrücke, bei Kalkweil, beim Hexengässle.
Auch unser Heimatdichter Sebastian Blau hat das Heuberger Hexle beschrieben. Der Mundartdichter Dr. H. E. Schramm hat mit einem Gedicht das Heuberger Hexle gewürdigt.
Dass die Hexen in Rottenburg so alt wie die Ahlande sind beweist ein Jahrhunderte alter Fasnetsreim: "Ahland-Putschahland, Zusann, Lompadock, putz dei Nas en Onderrock" Mit den beiden Worten Zusann und Lopadock waren immer die Hexen gemeint.
Die Rottenburger Stadthexen stellen in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte eine Einmaligkeit dar, denn es gibt nur neun Stück mit ihren Beihexen. Zusann die Oberhexe, Doggele die Trinkhexe, Annele und Kätterle die Kesselhexen, Traudele die Feuerhexe, Hulda die Kräuterhexe, Uschel die Zauberhexe, Hannele die Kartenschlägerin und Sybille das Heuberger Hexle.
Die Rottenburger Fasnet leiten die Stadthexen am Abend des Dreikönigstages ein. Da werden sie vom Zeremonienmeister ausgesandt, um "Abzustauben" das mit allerlei Ulk und Spuk verbunden ist. Ein wesentlicher Bestandteil ist am Abend des Schmotzigen Dausteg der Hexentanz auf dem Marktplatz, ein schaurig-schönes Schauspiel von der Vertreibung des Winters, dargestellt von den Hexen als Symbol des Winters, ausgetrieben von den Ahlanden, ein erbitterter Kampf entsteht, dem die Hexen unterliegen.
 
Wir danken der Narrenzunft Rottenburg für die Texte
Zusammengestellt hat die Seite Raphael S. Rinkenauer
 


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