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Schwenningen
19.12.2010 20:45 (8394 x gelesen)

Schwenningen......



   
 
Die Narrenzunft Schwenningen wurde 1928 gegründet und ist seit 1933 Mitglied der
Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte. Sie gehört der Landschaft Baar an.
 
1928 - Gründung der Narrenzunft
(Texte Narrenzunft Schwenningen / Jochen Schwillo)
Am 16. Januar wird im Gasthaus "Bahnhof" die Narrenzunft, damals noch als Karnevalsverein "Hölzlekönig", gegründet.
Um den guten alten Vaterbrauch wieder zu beleben, das gute Alte weiterzuleiten und auf neuen Formen aufzubauen, hatten sich bereits am 20. März 1927 eine Reihe von Männern und Frauen zusammengefunden, den Carnevalverein Hölzlekönig zu gründen. Er wollte Bürger, Bauern, Handwerker, Beamte und Arbeiter umfassen. Doch die Bestrebungen wollten nicht so vorangehen, sodass es bei der Bildung eines provisorischen Ausschusses blieb. Einer weiteren Initiative, am 10. Januar 1928, folgte schließlich im Gasthaus Bahnhof die Versammlung am 16. Januar 1928, in der schließlich der Verein gegründet wurde. Albert Schmid wurde erster Vorsitzender. Die Banner-Weihe wurde am 28. Januar 1928 durchgeführt. Bereits 1929 fand der erste Umzug statt. Da die Fasnet als solches eigentlich verboten war, führte man listenreich einen Reklameumzug durch. Es war der Fasnachts-Dienstag, der 13. Februar 1929. Tausende von Menschen hatten sich eingefunden. Trotz der sibirischen Kälte von -33° schauten sie sich den Umzug an. Festreiter, der Wagen mit Prinz Carneval, die Metzger- und Bäckerinnung und der Wirteverein waren dabei. Überschwänglich lobte die Zeitung: "Dass die Fasnacht am hiesigen Platze auf ein höheres Niveau gebracht werden kann, hat der junge Carnevalverein hier bewiesen. Er hat seine Aufgabe, die er sich gestellt hat, das Publikum hier am Platze zu halten, voll und ganz erfüllt."
Die auswärtigen Gruppen wurden mit einem ersten Preis belohnt, wobei es sich um die Narrenzunft Bad Dürrheim und die Narrozunft Villingen handelte.
Doch die Polizei machte dem Elferrat der Zunft bald einen Strich durch die Rechnung und untersagte für 1930, wegen der wirtschaftlichen Lage, Umzüge.
Nicht einmal Reklameumzüge wurden erlaubt. In den Folgejahren, bis einschließlich 1934, verzichtete man auf Umzüge. Der Verein konzentrierte sich dabei auf die Ausrichtung von Saalveranstaltungen.
 
 
1933 - Aufnahme in die VSAN
In diesem Jahr wird der Narrenmarsch geboren. Es ist das Jahr, in dem der Hölzlekönig zur symbolischen Einzelfigur der Schwenninger Fasnet ernannt wird. Mit den neu geschaffenen Häsern ist man in Stockach beim Narrentreffen dabei. Die Zunft wird beim Verbandstag der Schwäbisch-Alemannischen Narrenvereinigung in Möhringen in den Kreis des größten südwestdeutschen Narrenkreises aufgenommen. Pate standen damals unter anderem die Historische Narrozunft Villingen, sowie die Narrenzünfte Donaueschingen und Bräunlingen.
Am 4. und 5. Februar 1933 beteiligt sich der Karnevalsverein am Freundschaftstreffen in Stockach.
Neben dem Narrenrat war Kunstmaler Paul Goetze mit von der Partie, der den Hansel nach alten Vorlagen wieder schuf und dabei den Lokalbezug nicht vergaß. So schmückten das Häs die Hippe (die Schwenninger Trachtenträgerin) und der Uhrenträger, der auf die Industrialisierung Schwenningens als größte Uhrenstadt der Welt hinwies. Ein Pendel, statt eines Narrenschwerts, eine kleine Halskrause und ein Hut mit Gänsefeder machten diesen 30'er Jahre Hansel komplett. Entstanden ist ebenfalls nach alten Vorlagen, der Schantle, der damals noch Bauer tituliert wurde und als dritte, neue Figur, schließlich der Hölzlekönig, der den Status eines Narrenvaters hatte und eben im Jahr 1933 zum Schirmherrn der Schwenninger Fasnet auserkoren wurde. In der Generalversammlung 1933 wurde auch festgestellt, dass die drei fertiggestellten Kostüme, Hansel, Narrenvater und Bauer die Gewähr gaben, dass auch die hiesige Fasnacht einmal Ansehen genießen wird und das Stiefkind Schwenningen zwischen den beiden Narrenstädten Villingen und Rottweil erfolgreich für närrische Gleichberechtigung kämpfte.
Das Wochenende in Stockach aber war für die Schwenninger erfolgreich. Weit über 18.000 Menschen säumten die Straßen und die Schwenninger Narrenkostüme wurden allgemein gut beurteilt.
1933 war für die Zunft auch noch bedeutend, als in jenem Jahr der Narrenmarsch geboren wurde. Komponiert hatte ihn Christian Schlenker und das "Hoorig isch die Katz am Schwanz", (das 1975 durch G.F. Weber-Benzing seinen heutigen bekannten Text erhielt) erfreut auch im Jubeljahr die Menschen. Nachdem der Elferrat den Vorschlag von Concordia-Kapellmeister Max Simon ablehnte, wurde Schlenkers Narrenmarsch als leicht und beschwingt empfunden.
Am 29. Oktober wurde der Verein bei der Hauptversammlung der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte in Möhringen einstimmig aufgenommen, wobei die Historische Narrozunft Villingen Pate stand.
 
1948 - Wiedergründung
Die Narrenzunft Schwenningen e.V. wird nach dem zweiten Weltkrieg wieder gegründet
 
1957 - Großes Freundschaftstreffen in Schwenningen
In Schwenningen findet ein großes Freundschaftstreffen mit 53 Zünften statt. Es war die bis dato größte Veranstaltung der Narrenzunft Schwenningen e.V.
Über 50.000 Menschen waren an diesem Sonntag, dem 17. Februar 1957, zum Freundschaftstreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte nach Schwenningen gekommen. Bereits am Vortag, dem 16. Februar, waren bereits sehr viele Narren, aus nah und fern in der Stadt.
Von der Bundesbahn wurden seinerzeit vier Sonderzüge zur Verfügung gestellt, die aus Richtung Riedlingen (Donau), Konstanz, Offenburg und Balingen kamen. Hinzu rollte ein gewaltiges Aufgebot an Omnibussen voller Narren in der Stadt ein. Sämtliche Hotels, Gasthöfe und Gaststätten waren bis unters Dach belegt. So etwas hatte man hier bis dahin noch nicht erlebt. In allen Gasthäusern befand sich mindestens ein Standquartier der teilnehmenden Zünfte und um der Innenstadt ein närrisches Flair zu geben, wurden hundert Fahnenmasten im Vorfeld aufgestellt und lebensgroße fasnächtliche Puppen vervollständigten das bunte Bild. Für die Sicherheit waren damals fünfzig Mann Ordnungsdienst im Einsatz, die die Narrenzunft auf die Beine gebracht hatte. Auch die Polizei erhielt von außerhalb Verstärkung, um einen reibungslosen Ablauf der einzelnen Veranstaltungen gewährleisten zu können. Das Publikumsinteresse am Samstag war schon groß. Immerhin gab es bei Einbruch der Dunkelheit eine närrische Hexenverbrennung durch die Hexenzunft Offenburg und im Beethovenhaus, sowie in der gerade neu erbauten Großviehhalle des Schlachthofs gab es verschiedene Brauchtumsvorführungen.
Am Festsonntag, dem 17. Februar 1957, der um 5.30 Uhr mit dem Wecken durch den Wolfacher "Wohlauf" begann und in Brauchtumsvorführungen an verschiedenen Stellen der Stadt weitergeführt wurde, drängten sich vor Umzugsbeginn recht bald Zuschauer und Narren buntgemischt.
Die Straßen waren durch Autos verstopft und es gab kaum mehr ein Durchkommen. Zwei Stunden lang schritten, sprangen, hüpften und tanzten die über 4.000 Narren an den begeistert jubelnden Zuschauer vorüber. Es war ein würdiger Auftakt zum 50-jährigen Stadtjubiläum Schwenningen. Beinahe alles, was es an fasnachtlichen Masken gab, war da.
Sogar ein kleine Abordnung aus dem benachbarten Villingen kam über die Fasnachtsgrenzen an den Neckarursprung und wurde begeistert empfangen. Erwähnenswert ist, dass der spätere Zunftmeister Willi Maier bei diesem Narrentreffen seine Premiere als Umzugsansager hatte. Zwei Stunden lang folgte auf dem 3,3 Kilometer langen Umzugsweg Narrenzunft auf Narrenzunft. Insgesamt waren 53 Zünfte und rund 30 Musikkapellen angereist und der Festzug sollte der bisher größte und schönste sein, den es bis dahin in Schwenningen gegeben hatte. Das Freundschaftstreffen vereinigte alle Fasnachtsgestalten des südwestdeutschen Raums. Die Umzugsspitze war bei der "Lilie". In fünf Blöcken waren die Zünfte aufgeteilt. Durch das Narrentor zog die Vorhut des Zuges, der Reiter mit der Schwenninger Zunft-Standarte und zwei Begleiter. Gleich hinter ihnen sprang als erste Zunft die aus Donaueschingen auf den Marktplatz. Die gastgebende Narrenzunft war schließlich die letzte, die durch das Narrentor kam.
 
1975 - Großes Ringtreffen in Schwenningen
In Schwenningen findet ein großes Ringtreffen des Narrenfreundschaftsrings statt
 
1978 - 50 Jahre Narrenzunft
Die Narrenzunft Schwenningen veranstaltet zum 50-jährigen Bestehen ein großes Narrentreffen mit über 8.000 Hästrägern. Der Narrenbrunnen wird eingeweiht.
 
1998 - 70 Jahre Narrenzunft
Die Narrenzunft Schwenningen e.V. feiert ihren 70. Geburtstag. Ein großes Landschaftstreffen der Fasnachtslandschaft Baar wird erfolgreich durchgeführt. Das dritte Fernsehprogramm berichtet live über den Umzug, der durch die Stadt auf das Messegelände führt.
Für die Narrenzunft Schwenningen ist es eine große Ehre, das Etikett des Fasnetbiers 1998 mit dem Hansel zu schmücken.
Gut besucht ist auch die Ausstellung zu "70 Jahre Narrenzunft" in der Kundenhalle der Sparkasse in Schwenningen.
 
2011 Großes Weißnarrentreffen in Schwenningen
 
Das Festprogramm
Das Weißnarrentreffen 2011 findet im Zentrum von Schwenningen statt. Mit vielen kleineren Zelten und der ansässigen Gastronomie feiern wir unter dem Motto "...I dar Schtadt isch äppis los!"
Für unsere Bevölkerung, unsere Gäste und natürlich für die Narren wird es an zwei Tagen ein Festprogramm geben, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.
 
Samstag, 29. Januar 2011
Auftakt zum Weißnarrentreffen 2011 wird das Stellen des Narrenbaumes sein. Auf verschiedene Fasnetsaufführungen der teilnehmenden Zünfte folgt am Abend der Hanselsprung der Narrenzunft Schwenningen auf den Muslenplatz. Ein weiterer Höhepunkt und einmaliges Erlebnis wird sicherlich das närrische Konzert am späten Abend in der evangelischen Stadtkirche sein. Im Anschluss daran beginnt das "Bunte Treiben" durch die Straßen und Gassen durch Zelte und Kneipen. Das Ganze wird durch viele Lumpenkapellen musikalisch begleitet, die gemeinsam mit den Narren und den Gästen von Ort zu Ort ziehen.
 
Sonntag, 30. Januar 2011
Der Sonntag beginnt mit dem ökumenischen Narrengottesdienst in der ev. Stadtkirche, gefolgt vom Zunftmeisterempfang im Schwenninger Rathaus. Am Nachmittag findet der große Umzug mit vielen Weißnarren Zünften aus der näheren und weiteren Umgebung statt. Mit einer bunten Straßenfasnet soll im Anschluss an den großen Umzug in der Narrenstadt Schwenningen das Weißnarrentreffen 2011 seinen gebührenden Abschluß finden.
 
 
 
Die Narrenfiguren
 
Der Hözlekönig
 
 
Hölzlekönig wurde die einst höchste Tanne Deutschlands an der Straße von Schwenningen nach Villingen genannt.

Die Sage erzählt, dass dort eine Zigeunerin ihr totes Kind vergraben und eine Tanne auf das Grab gepflanzt hat, welche zum Hölzlekönig heranwuchs.

Der Blitz schlug mehrere Male in die Tanne ein und verkürzte sie. Später wurde ihre Krone mit einer Blechkappe und einem Blitzableiter versehen.

In Erinnerung daran wurde die Maskengestalt des Hölzlekönigs geschaffen und zum Schirmherr der Schwenninger Fasnet erhoben.

Das Häs besteht aus einer blau-weiß gestreiften Hose und einer blau-weiß karierten Bluse, in den Farben von Schwenningen. Über diese trägt er einen braunen Umhang, in der Rindenfarbe der Tanne. Auf dem Rücken des Umhangs ist das Schwenninger Stadtwappen. In der linken Hand hält er ein Buch mit der Sage des Hölzlekönigs.

Die Maske hat einen starren, ernsten Ausdruck. Aus dem Mund wächst ein Zahn. Auf der Maskenhaube trägt er eine Miniatur des Baumes
 
 
 
Der Hansel
Die verbreitetste Figur bei der Narrenzunft Schwenningen e.V. ist der Hansel.

Er trägt ein bemaltes Leinengewand. Auf den vorderen Hosenbeinen ist ein Uhrenhändler, als Hinweis auf die einstige Uhrenindustrie in Schwenningen, und eine Bäuerin zu sehen, beide in der Schwenninger Tracht. Die hinteren Hosenseiten zeigen einen jungen Tannenwald und den Hölzlekönig.

Die Rosen auf den Ärmeln sollen den nahenden Frühling symbolisieren.

Das rote Schultertuch soll bedeuten, dass alle Narren unter einem Tuch, einer Decke oder einer Kappe stecken.

Die aus Lindenholz geschnitzte Maske hat einen lächelnden, freundlichen Ausdruck. Auf dem Haarkranz, mit dem die Maske eingefasst ist, sind Spiegel angebracht, die den Zeitgeist widerspiegeln sollen, den der Narr beim Strählen beachtet und benützt. Die weiße Rüsche mit der blauen Einfassung wird aus einem 7 Meter langem, gestärkten und plissiertem Stoffstreifen genäht. Meist muss sie nach einer Saison aufgetrennt und neu gestärkt werden. Der Hansel trägt ein oder zwei Fuchsschwänze, wohl das wichtigste Attribut des Narren, das ihn zum Strählen berechtigt.

Das Geschell besteht aus sechs gekreuzten Rindslederriemen mit 42 oder 48 Glocken. Das Gewicht eines Geschells für einen Erwachsenen beträgt ca. 15 kg.

Der Pendel, dem Uhrenpendel einer Standuhr nachempfunden, verweist auf die einstige Industrie Schwenningens. Auf der einen Seite ist ein Zifferblatt mit der Uhrzeit 11:11 aufgemalt, die andere Seite zeigt eine Sonne, ebenfalls als Symbol für den nahenden Frühling.
 
 
 
Der Schantele
Schantle bedeutet nach örtlichem Verständnis "schändlicher Kerl, der anderen schändlich tut".

Die Figur entstand nach folgender Geschichte:

Vor vielen Jahren lebte in Schwenningen ein Mann, der sehr habsüchtig war. Des Nachts lief er auf den Heuboden, wo er auch sein Geld versteckt hatte. Nach seinem Tode kamen die Erben, um das Geld zu suchen. Da erschien ihnen der Geist des Verstorbenen, der im Grab keine Ruhe fand und rief vom Heuboden herab: "Iehr sollid niit hau!" (Ihr sollt nichts haben). So oft sie auch die Suche wiederholten, geschah dasselbe.

Der Schantle trägt eine schwarze Hose mit blau-weißen Streifen und einen Fuhrmannskittel. Aus der linken Tasche hängt ein Schnupftuch, in der rechten Hand trägt er eine Kuhglocke oder ein Pendel.

Die aus Lindenholz geschnitzte Maske lächelt verschmitzt oder auch schadenfroh. Auf der Maskenhaube trägt er einen Hut, links und rechts am Hut einen Fuchsschwanz als Zeichen der Narrenschläue
 
Das Moosmulle
Das Moosmulle wurde 1971 geschaffen und wird nur von Frauen getragen. Das Häs stellt die Mooswieber dar, die früher auf dem Schwenninger Moos Torf gestochen haben.

Das Moosmulle trägt ein braunes Häs in den Farben des Torfes. Auf der Rückseite des Kittels ist das Moos mit dem Neckarursprung aufgemalt. Wollbollen in den Farben des Erikakrautes sind an der Hose und der Maskenhaube angebracht.

Die Maske zeigt ein verschmitztes Frauengesicht.

Das Geschell besteht aus zwei Rindlederriemen mit insgesamt 14 Glocken.

In der Hand trägt das Moosmulle einen Korb und einen Fuchsschwanz.
 
Die Mooshexe
Die Narrenzunft hat drei Mooshexen. Die Aufgabe dieser Figur ist, die Moosmulle zu behüten und Leben in die Gruppe zu bringen.

Die aus Lindenholz geschnitzte Maske zeigt ein grobes und derbes Gesicht, dessen Ausdruck nicht furchterregend, sondern freundlich ist.

Das Häs ist in den Farben der Heide gehalten, bestehend aus einem erikafarbenen Kopftuch, eine erikafarbenen Schürze, einer grünen, gemusterten Bluse und einem braunen Rock.

Unter dem Rock wird eine althergebrachte Spitzenunterhose getragen. An den Füßen trägt die Hexe Strohschuhe, in der Hand einen Reisigbesen.
 
Wir danken der Narrenzunft / Schwenningen für die Texte!
 
 


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