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Engen
25.12.2010 17:41 (8769 x gelesen)

Engen.......................



   
 
Gegründet wurde die Narrenzunft Engen: 1875
 
Die Zunft wurde im Jahr 1925 in die
Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte aufgenommen und gehört der
Landschaft Hegau  an.
 
Narrentreffen fanden in den Jahren 1967 + 1983 und 2000 statt.
 
 
 
 
Narrenzunft Engen e.V.
( Texte Narrenzunft Engen)
 
Die Geschichte der Engener Fasnacht
Zurückverfolgen kann man die Geschichte der Engener Fasnacht bis ins Jahr 1591.
Den Narrenbüchern und Aufzeichnungen des ehemaligen städtischen Archivars Wilhelm Wetzel ist folgendes entnommen.
Bereits zum „ Eschinger Mittwoch" 1591, unter Graf Konrad von Pappenheim, bestand die Verfügung, dass der Frau des Stubenknechtes, anlässlich der Fasnacht, zwei Batzen zu einem Bad, Geld zu schenken sei.
Am 9.3.1618 liefert ein Stadtprotokoll zu einer Gerichtsverhandlung, dass auf dem Marktplatz zu Engen ein öffentlicher Tanz war, der sogar an mindestens zwei Sonntagen hintereinander, anlässlich der Fasnet, gehalten wurde. Zu diesem Tanz kam das junge Volk aus der ganzen Umgebung zusammen, wobei es nicht immer friedlich zuging. So ist dem Protokoll zu entnehmen, dass es heftige Streitereien zwischen einem Bauernknecht aus Bargen und einem Bürgersohn aus Engen gab. Diesen Streit vor dem Stadtgericht von anno 1618 kann man als ersten schriftlichen Nachweis ansehen, dass es damals in Engen schon eine "Volksfasnacht" gab.
Im 18.Jahrhundert wurde allerdings während der „Fürstenbergischen Zeit" die Fasnet untersagt.
Erst nachdem 1809 das Fürstentum Fürstenberg im „Großherzogtum Baden" aufgegangen war, genehmigte die Regierung noch im selben Jahr die Durchführung der Fasnacht.
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts lassen sich leider keine Nachweise, über ein Fasnachtstreiben, erbringen. Obwohl vom „Hansele laufen" immer wieder berichtet worden ist.
Aus dem „Hegauer Erzähler" ist zu entnehmen, dass 1842 eine neue Narrenmutter gewählt wurde. Die Narrenmutter wird übrigens seit dem Bestehen der Narrenfigur bis heute, von einem Mann dargestellt. Man hielt, wie aus einer Einladung zu einer Generalversammlung 1844 ersichtlich ist, eine Gründungsversammlung ab, deren Gesellschaft nannte sich „Narraria". Zu dieser Zeit entstand das "Engener Narrenlied" und der Verein stiftete sich auch eine Narrenfahne.
Zwischen den Jahren 1842 und 1874 fanden 15 Veranstaltungen statt, welche nur durch die Kriegsjahre1864 und 1866 so wie den Krieg 1870 / 71 und auch durch die damaligen wirtschaftlichen Krisen unterbrochen wurde.
Im Jahre 1875 hatte sich der Kaufmann Fidel Stefan in Engen niedergelassen. Er kam aus Stockach und gründete mit einigen Engener Bürgern eine Narrengesellschaft, nach Stockacher Vorbild. Diese Gesellschaft nannte sich "Narrengericht", allerdings nur für ein Jahr, denn die „Engener Narren" konnten sich mit diesem Namen nicht anfreunden und nannten sich schon im Jahr darauf Narrenverein. Aus dem Jahr 1875 stammt auch das vollständig erhaltene "Narrenbuch".
1903 führte der prakt. Arzt Dr. Flaig den "Hemdglonkerumzug" (nach Konstanzer oder Villinger Vorbild) in Engen ein, der sich noch heute großer Beliebtheit erfreut. Im selben Jahr erschien auch die erste Narrenzeitung. Nachdem im Jahre 1924 die Vereinigung schwäbisch - alemannischer Narrenzünfte in Villingen gegründet worden war, wurde am 1.Februar 1925 die, inzwischen umbenannte, Narrenzunft Engen aufgenommen.
1927 hatten sich, unter der Regie des seit 1925 amtierenden Narrenvaters, Kaufmann Wilhelm Stadler, die Hansele erstmals in ein schwarz rotes Plätzlehäs gekleidet. So können die "Engener Hansele" das Jahr 1927 als ihr Geburtsjahr nennen, obwohl das sogenannte Plätzlehäs aus der Mitte des letzten Jahrhunderts stammen dürfte und aus einem Sammelsurium von Stoffresten bestand.
Im Jahre 1932 führte Gottlieb Grimm, ein Schwager von Narrenvater Wilhelm Stadler, in Engen die "Katzenmusik" nach Villinger Vorbild ein. Somit erfolgt seit diesem Jahr das Wecken am Fasnetmäntig mit viel Lärm und improvisierten "Krach - Instrumenten" durch junge Burschen.
Ebenfalls komponierte die damalige Narrenmutter, Rechtsberater Viktor Kern, der auch Dirigent der Stadtmusik war, zum Narrenlied den "Engener Narrenmarsch", zur Vorbereitung auf das 60. Jubiläum im Jahr 1935.
 
Fasnetablauf in Engen
 
Fasneteröffnung
Traditionsgemäß wird am Samstag nach drei König, dem sogenannten Eulalientag, die Fasnet mit allerlei Zeremoniell eröffnet. Bei der Einsetzung in ihre gewichtigen Ämter, müssen die Narren mit einem Treueschwur auf die Fasnet, ihr Bekenntnis zu Brauchtum und Tradition, geloben.
Getreu dem Motto: „ Die Kinder von Heute, sind die Narren von Morgen."
Betätigen sich alljährlich am Donnerstag vor dem Schmutzigen Dunnschtig die Narren als Lehrer. Den ganzen Morgen, also während der offiziellen Unterrichtszeit, steht das Fach Fasnet, Tradition und Brauchtum als ordentliches Lehrfach an. Die Grundschüler machen fleißig mit, wenn die Narren aus der Kernstadt und den Stadtteilen ihnen die Fasnet in die Schule bringen.
Schmutziger Dunnschtig
Der "Schmutzge Dunnschtig" beginnt mit dem Ausheben der Polizei, der städtischen Ämter mit der Rathausübergabe an die hochwohllöbliche Narrenzunft, wobei der Bürgermeister die Amtsgewalt bis zum Aschermittwoch an den Zunftmeister übergibt. Natürlich werden auch alle Schulen geschlossen und die Lehrer, zur Freude der Kinder, entlassen. Im gemeinsamen Marsch von Lehrern und Schülern und in Begleitung von Fanfarenzug und Hansele geht es zum Marktplatz, wo die Kinder einen Berliner erhalten. Nachmittags findet das Narrenbaumsetzen statt, vorher wird aber noch das Setzloch von der Berggemeinde mit närrischem Zeremoniell vermessen, damit der "Stammbaum aller Narren" auch exakt in das Loch hineinpaßt. Nachdem der Narrenbaum eingeholt ist, wird er von den Spöckmännli mit großem Hallo aufgerichtet. Als besondere Zier werden dem Baum Saublotere unter den Wipfel gehängt. In den frühen Abendstunden formieren sich die Hemdglonker zum großen Hemdglonkerumzug, an dem Frau, Maa und Kind mit einem schönen Lampion und allem möglichen Lärmwerkzeug teilnehmen, damit so richtig geklappert und gescheppert werden kann. Manche Eltern nehmen sogar ihre Kleinsten in einer Kinderscheese zum Umzug mit. Abends findet der Hemdglonkerball statt, an dem sich die Glonker und auch alle anderen Narren beim Tanzen närrisch vergnügen.
Fasnetsamschtig
Der Freitag und Samstag sind, was die närrischen Umtriebe betrifft, wieder ruhige Tage bis auf den Zunftabend, der am Fasnetsamschtig über die Bühne geht. Hier wird unter vielen anderen Programmpunkten das Geschehen von Stadt und Land närrisch unter die Lupe genommen. Am frühen Morgen beteiligen sich die Narrenräte am Einholen des Narrenbaumes, der Altdorfgemeinde, im Zimmerholzer Wald. Ab 10.00 Uhr findet im Zimmerholzer Bürgerhaus eine närrische Sitzung, an der auch die Holzklötzle Zunft aus Zimmerholz teilnimmt, statt. Anschließend Nudelsuppentagung im Plättlebunker der Altdorfgemeinde.
Fasnetsunntig
Am Fasnetsunntig ist ein Narrenumzug mit den Vereinen und vielen närrischen Gruppen. Teil nimmt auch der Fanfarenzug, die Stadtmusik die Berggemeinde, die Altdorfgemeinde und alle Gruppen der Narrenzunft.
Fasnetmäntig
Am Fasnetmäntig ist Wecken mit Getöse durch die Katzenmusik und zwar schon frühmorgens ab 06.00 Uhr. Um 10.00 Uhr findet die närrische Ratssitzung statt, an der sich Narrenrat und Stadtrat närrische Wortgefechte liefern. Dazu ist die ganze Bevölkerung eingeladen und zum närrischen Beitrag aufgefordert. Nachmittags ist großer Kinderumzug, an dem die kleinen und großen Mäschkerle teilnehmen. Anschließend gibt es Wurst und Wecken. Ein närrischer Kindernachmittag der kath. Kirchengemeinde schließt sich an, in dessen Verlauf getanzt und gespielt wird. Am Abend findet ein Hansele Fackelumzug, durch die Straßen der Altstadt, mit anschließendem Hanseletanz auf dem Marktplatz statt.
Fasnetdienschtig
Am Fasnetdienschtig treffen sich vormittags die Narrenzeitungsschreiber und am Abend ist ein Trauer Fackelumzug mit anschließender Fasnetverbrennung auf dem Marktplatz. Es wird eine mächtige Strohpuppe angezündet und vom weinenden Narrenrat, der verhüllt ist mit einem weißen Tuch, umtanzt wird. Am Nachmittag wird zum Abschluss der Fasnet, von der Berggemeinde, ein großer Kinderball, mit Tanzmusik und vielen Spielen veranstaltet.
Mit einem kräftigen Kehraus, wo der Narrenbaum und andere wertvolle Preise verlost werden, wird die Fasnet endgültig beendet.
Aschermittwoch
Am Aschermittwoch wird der Narrenbaum gefällt. Von dem närrischen Wahrzeichen nimmt jeder Narr ein Tannenzweiglein mit als Andenken an die Fasnacht.
 
 
 
Narrenfiguren der Narrenzunft Engen
 
Hansele
 
Ursprung des Engener Hansele:
 
Es ist ein Blätzlehansele und geht in seinem Ursprung bis weit vor 1850 zurück. Aus der Zeit um 1850 stammte das letzte gefundene alte Hansele.
Sein Aussehen früher:
 
Es war einst bunter als heute. Damals wurde aus ganz verschiedenen Stoffresten ein „Flecklehäs“  zusammengenäht, das dann an die nächste Generation weitervererbt wurde.
Sein Verschwinden:
 
Zwischen 1850 und 1927 sprangen kaum noch Hansele an der Fasnacht herum. Durch den Einfluß aus größeren Städten wurde der „Domino“ modern.
Der Engener Hansele  Heute:
 
Im Jahre 1927 entstand sein heutiges Aussehen. Der damalige Narrenvater Wilhelm Stadler bemühte sich um eine Wiederbelebung und Weitergestaltung des o.g. ursprünglichen Häs.
Sein Aussehen:  Der Anzug:
 
Schwarze und rote Filzfransen sind auf einem ungebleichten Baumwollanzug aufgenäht, weil schwarz und rot beim letzten alten Hansele am häufigsten vorkamen. Davon erzählten auch mündliche Überlieferungen. Bestimmt spielte auch der Geschmack eine Rolle: Der Hansele sollte „schön“ sein. 1928 liefen bereits vier solcher Hansele beim Freiburger Narrentreffen mit.
Die Schellen:
 
Die über das ganze Häs verteilten Glöckchen sollen durch ihr Erklingen das Masken treiben beleben und Aufmerksamkeit erregen. (Evtl. in Anlehnung an die früheren Hofnarren, die als Spaßmacher und geistreiche Ratgeber an Fürstenhöfen auftraten.) schellen als Zeichen der Narrheit können bis ins 14. Jh. nachgewiesen werden.
„Der Kopf“
Die Larve:
 
Es ist eine mit schwarzen und roten Filzfransen besetzte Tuchlarve mit menschlichen und tierischen Zügen.
Der Fuchsschwanz:
 
Der Fuchsschwanz ist Zeichen närrischer Schlauheit, somit hat jeder Narr das Recht zu rügen, mit spitzer Zunge zu lästern.
Interpretation nach W. Mezger: Der Fuchsschwanz kennzeichnet die Boshaftigkeit und Verschlagenheit der Narren
Die „Schweinsblase“
D ´Suublotere:
 
Sie ist mit einer Schnur an einem geflochtenen, biegsamen Stecken befestigt. Auch hier finden sich unterschiedliche Deutungen in der Literatur. Volkskundler sehen in der Fasnacht einen heidnisch – germanischen Winteraustreibungs, - und Fruchtbarkeitskult. Sie deuten die Saublase als Relikt zur Fruchtbarmachung durch Berühren oder Schlagen (nach Bausinger und Kutter). Heute wird sie als Hilfsmittel zum Necken der Leute am Straßenrand eingesetzt.
 
 
 
 
 
Berggemeinde
 
Herkunft des Namens, kurze Zunftbeschreibung:
Das Spöckvolk lebte vor langer Zeit in der Spöck ( kleiner Wald in Engen ) in einer kleinen Waldsiedlung . Die Männerbetätigten sich als Köhler und Holzhauer und man sagt sie hätten auch ein bisschen gewildert. Die Frauen sammelten Beeren, Kräuter, Pilze und Kiehnspan, um dieselben an das Stadtvolk zu verkaufen. Später siedelte das Volk von der Spöck  ( daher der Name „ Spöckvolk “ ) auf dem heutigen „ Berg “ vor der Stadt, um so näher bei den Stadtleuten, ihren Abnehmern zu sein.
 
1955 erste närrische Zusammentreffen  noch ohne  „ Häs“  ( Kostüm )
1960 erster öffentlicher Auftritt ( in Singen ) komplett eingekleidet im dann offiziellen Kostüm ( Spöckhäs ) daher auch Gründungsjahr und Aufnahme in die Vereinigung schwäbischallemanischer Narrenzünfte .
1994 wurde die „ Wildsau “ als neue Einzelfigur im Verein aufgenommen.
Zunftfiguren: Spöckwieble, Spöckmännle und als Einzelfiguren Büttel ( mit Pickelhaube ),
Waldmann und Wildsau sowie die Spöckeltern und der Fähnrich.
Narrenruf: Narri ! Narro !
 
Blaufärber
 
Die „Blaufärber“ -  Einzelfigur Munding
Donat Munding stammte aus Daugendorf bei Riedlingen und lebte in Engen-Altdorf von 1847 – 1904. Als angesehener Bürger und Geschäftsmann prägte er das Stadtleben und besonders das des Altdorfes 40 Jahr lang. Neben einer großen  Pferdeumspannstation für Postkutschen
betrieb er auch  das  damals weitum bekannte Gasthaus „Sternenpost“, in dem auch bekannte Persönlichkeiten Einkehr hielten so z. B. J. V.v. Scheffel, Heinrich Hansjakob, Großherzog Friedrich der I. und  Königin  Marie Antoinette. Sein schalkhafter Humor, seine rege Phantasie und seine wunderbare Erzählgabe machten ihn im ganzen Land bekannt. „Bei seinen Mitbürgern hieß der örtliche Münchhausen allgemein „Blaufärber“ (s. Stadtchronik. u.a.), weil von der unwiderstehlichen Glaubwürdigkeit seiner Erzählungen die staunenden Hörer zuweilen blau angelaufen sein sollen.“ (Zitat n. G. Graef) Als Einzel- und Leitfigur  der Blaufärber-Gruppe tritt der oben Beschriebene als „Munding“ in der feinen Kleidung  des ausgehenden  19. Jahrhunderts auf.
In seiner Begleitung  sind Hästräger mit neun verschiedenen Häs - Motiven. Seine berufl. Tätigkeit  erfüllte er als Posthalter, Gastwirt und Landwirt – dies kommt in den Figuren „Postle“, „Gastwirt“ und „Landwirt“ zum Ausdruck. Sehr geschätzt haben ihn unsere badischen Dichter  J.V.v. Scheffel und Heinrich  Hansjakob: Letzter hat ihn in einem seiner Bücher verewigt. Die Figur „Schriftsteller“ weist darauf hin. Ein weiteres Motiv ist der „Moster“, er ist ein Hinweis auf das Erzeugnis seines riesigen Obstbaumbestandes. Bekannt war auch die gute Butter und der „Engener Spundenkäse“ aus seiner damaligen Käserei. Eine weitere Figur ist deshalb als „Käser“ gestaltet.
Die Figuren „Brauer“, „Metzger“ und „Bäcker“ sowie die  bereits erwähnten Figuren waren gleichzeitig auch Gäste von ihm. Die Motive des „Blaufärbers“ sind mit Applikationen verziert. Dies ist eine  textile Technik, auch Aufnäharbeit genannt, bei  ausge- geschnittene Stoffteile als Verzierung auf ein Gewebe aufgenäht werden. Diese Technik kannte man schon im Mittelalter. Sie wurde von einfachen armen Leuten angewandt.
 
 
Wir danken der Narrenzunft Engen für die Texte.
Zusammengestellt hat die Datei Raphael S. Rinkenauer
 


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