*
B-Vergroessern


Spacer
Menu
Startseite Startseite
Alemann. Fasnet Alemann. Fasnet
Brauchtum Brauchtum
Eine Maske entsteht Eine Maske entsteht
Narren-Verbände Narren-Verbände
Hochburgen Hochburgen
Teil-2 Teil-2
Teil-3 Teil-3
Fotos-Umzüge Fotos-Umzüge
Holzmasken Holzmasken
Links Links
In eigener Sache In eigener Sache
Sport-Abenteuer Sport-Abenteuer
Unimog Westalpen Unimog Westalpen
Motocross Motocross
Datenschutzhinweis Datenschutzhinweis
Impressum Impressum
class-head_item-display-none
Elzach-2
27.12.2010 20:29 (3936 x gelesen)

   
 
Narrenzunft Elzach

Älteste urkundliche Erwähnung der Fasnet in Elzach 1530.
Die Narrenzunft Elzach war 1924 Gründungsmitglied der
Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer Narrenzünfte
Aus der sie aber 1953 wegen Auseinandersetzungen und Unterschiedlicher Ansichten wegen der Wahrung der Traditionen sowie die Häufigkeit der Narrentreffen und Aufnahme weniger Traditionellen Zünften austraten.
Seit 1963 bildet man mit den aus der VSAN ausgetretenen Zünften
Rottweil , Überlingen und Oberndorf den Viererbund und trifft sich alle 3 bis 4 Jahre zu einem Narrentreffen. Man nennt die Viererbund Zünfte auch Rebellenzünfte oder der Narrenadel.
 
Bisher fanden die Viererbund Narrentage in Elzach statt in den Jahren: 1959 + 1969 + 1984 + 1999 geplant ist das nächste in Elzach 2013
 
 
 
 
Die Elzacher Fasnet
Zwei Wochen vor dem Fasnetsonntag beginnt die Kinderfasnet, die am SchmutzigenDonnerstag mit einem als Narrenlaufen bezeichneten Umzug von Kindern im Schuttig-Kostüm ihren Höhepunkt erreicht.
Der Fasnetssonntag beginnt mit dem Fasnetausrufen um 12:00, danach findet um 15:00 Uhr ein Narrenlaufen und um 20:00 Uhr ein Narrenlaufen mit Fackeln statt.
 Der Fasnetsmontag beginnt mit dem Taganrufen. An verschiedenen Stellen in der Stadt treffen sich Schuttig, Stadtmusikanten, die sieben Taganrufer und das Nachtwächterpaar, um das Nachtwächterlied zu singen und das Stadtgeschehen des letzten Jahres aufs Horn zu nehmen.
Der Fasnetsdienstag beginnt mit dem Latschari holen. Die Oberen der Zunft beschließen dabei, wer gefangen, mit einem Narrenseil gefesselt und auf einem Karren zum Gasthaus Löwen gefahren werden soll. Am Nachmittag findet ein weiteres Narrenlaufen statt. Die Fasnet endet um Mitternacht; alle Narren nehmen dann ihre Masken ab.
 
Eine Besonderheit die nur alle 7 Jahre statt findet:
Alle sieben Jahre findet das Bengelreiten am Fasnetsmontag statt (zuletzt 2006, nächster Termin 2013). Bengelreiter ist der jüngstverheiratete Ehemann der Stadt. Er steigt mit Anzug und Zylinder aus dem Fenster seines Schlafzimmers und setzt sich auf zwei lose miteinander verbundene Stäbe, dem so genannten Bengel. Er wird daraufhin dem schwarzen Teufelsschuttig hinterhergetragen. Sieben ledige Frauen mit glatten Holzschwertern und sieben verheiratete Frauen mit gezackten Schwertern umrahmen den von vier Männern getragenen Bengel. An verschiedenen Stellen der Stadt versuchen die ledigen Frauen nach einem Signal des Zunftmeisters den Bengelreiter von seinem Sitz zu drängen. Die verheirateten Frauen versuchen das zu verhindern. Falls der Bengelreiter herunterfällt wird er unter dem Gelächter der Zuschauer in den Stadtbrunnen geworfen. Wenn er nicht herunterfällt, erhält er eine Urkunde überreicht.
 
Narrenfiguren der Elzacher Fasnet:
 
Schuttig :
Der Schuttig ist die traditionelle Elzacher Fasnetsfigur. Er hat einen roten Zottelanzug mit großem Strohhut und daran befestigten Schneckenhäusern. Auf dem Kopf trägt er einen gedrehten Dreispitz, an dessen Enden große Papierbollen oder rote Wollbollen sitzen. In der Hand trägt er meist den Hagenschwanz mit "Saublodere" (Schweinsblase) oder eine Streckschere.
Die Schuttiganzüge wurden in den 1920er Jahren veredelt. Sie erhielten dabei akkurat geschnittene, leuchtend rote Filzflicken, ein grünes Larventuch aus Filz, ein weißes Halstuch, weiße Handschuhen und rote Wollbollen. Seit den 1990er Jahren kehrt man teilweise wieder zu den ursprünglichen Verkleidungsformen wie den dunkelroten Zottelgewändern, verschiedenfarbige Larventüchern und
den Papierbollen zurück. Besonders reich ist die Larvenvielfalt der Schuttignarren:
 
das Bäregfriss
 die Langnas
der Lätsch
das Mundle
der Fratz
das Fuchsgfriss
die Teufels- und Bartlarven
sowie früher auch das Wolfsgfriss
 Einzellarven sind unter Anderem das
 Totegfriss
der Sonntag,
die Napoleonslarve
das Zohluckewiible
 ehemals das Mariannle
das Affengfriss,
der alte Eberzahn
und die schwarze Teufelslarve, welche ein Schuttig im schwarzen Zottelkleid als Anführer beim Narrenlaufen trägt.
 
Das Besondere an der Elzacher Fasnet ist, dass der Schuttig niemals in der Öffentlichkeit die Larve abnimmt. Dies tut er lediglich in den Schuttigzimmern, zu denen nur Schuttige Zugang haben. Diese Strenge ist in der schwäbisch-alemannischen Fasnet einzigartig und macht einen besonderen Reiz aus. Da jeder Narr mehrere Larven besitzt und sie während der Fasnet öfters wechselt, ist es den Leuten unmöglich zu erkennen, wer unter der Larve ist.
 
Rägemolli
Der Rägemolli, eine Abwandlung des Schuttigs im bemalten naturleinenen Anzug, lehnt seinen Namen durch die Machart seines Anzugs von der mundartlichen Bezeichnung des Feuersalamanders ab. Er trägt eine Peitsche oder einen Besen. Diese Figur war lange Zeit aus dem Elzacher Fasnetsbild verschwunden und wurde in den 1960er Jahren wiederbelebt. Traditionell ist der Rägemolli auf der Vorderseite mit einem Mond und Sternen, einer Eule und einer Fledermaus bemalt. Auf der Rückseite befinden sich eine Sonne oder ein Feuersalamander. Er trägt einen Dreispitzhut mit Papierbollen.
 
Nachtwächterpaar
Weitere Figuren sind der Nachtwächter und sein Weib, die an der Umzugsspitze mitlaufen, wobei das "Weib" traditionell von einem Mann dargestellt wird
 
Taganrufer
Die Taganrufer tragen hohe, schultütenförmige Tschakko genannte Hüte, schwarze, lederne Augenmasken und ein weißes Hemd, das mit bunten Streifen am unteren Ende versehen ist. Sie üben den Brauch des Taganrufens am Morgen des Fasnetsmontags aus.
 
 





Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail