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Hüfingen
22.01.2011 21:29 (6903 x gelesen)


Hüfingen.................



   
 
Narrenzunft Hüfingen
 
Gegründet 1903
Die Zunft war 1924 Gründungsmitglied der Vereinigung Schwäbisch –
Alemannischer Narrenzünfte und gehört der Landschaft Baar  an.
 
 
Tradition und Brauchtum
 (Texte & Quelle Narrenzunft Hüfingen)
 
Nach Dreikönig wenn um Mitternacht der erste Narrenmarsch von der Stadtmusik erklingt, beginnt in Hüfingen die Fasnetszeit. Dann werden die Häser hervorgeholt und gerichtet.
Der schönste Tag für die Kinder ist zweifelsohne der Schmutzige Dunschtig. Um ca. 9 Uhr drängen Musiker und eine große Narrenschar in die Schule und befreien die Schüler von der Lehrerschaft.
Auf dem Rathaus werden dem Zunftmeister vom Bürgermeister die Rathausschlüssel übergeben.
Unmittelbar nach der Absetzungszeremonie werden den Kindern von den Berghexen die Fasnetküchli überreicht. Dieser Brauch wird nachweislich bereits seit ca. 1600 gepflegt.
Die Hauptfigur der Hüfinger Fasnet ist der Hansel. Er ist ein Weißnarr wie er auf der Baar überall zu finden ist, mit einer geschlechtslosen Glattlarve und wird vom Gretele begleitet. Jeder Hansel weist eine andere Bemalung auf, damit ist jeder ein Unikat.
 
 
Narrenfiguren und Gruppen:
 
Baptistle:
Das „Baptistle“ ist eine Einzelfigur und gleichzeitig der Erznarr der Hüfinger. Er ist im Buch „Hieronymus“ des Hüfinger Schriftstellers Luzian Reich von 1852 beschrieben. Der Geschichte zufolge, die zwischen 1789 und 1806 spielte, als Hüfingen noch fürstenbergische Amtsstadt war, war die Fasnet wegen Hoftrauer bei Strafe verboten. Der Erznarr „Baptist Moog“, er war Schneider, erlangte jedoch vom Amtmann die Erlaubnis, in seinem Häs zumindest durch´s Fenster hinausschauen zu dürfen. Kurzerhand hängte er das Fenster aus, schlug die Scheibe ein und stülpte sich den Rahmen über den Kopf. So „maskiert“ ging er auf die Straßen und erfreute die Kinder mit seinen Narrensprüchen.
 
Bärcheappeli:
Eine der schönsten Fasnetsfiguren des Kreises. Pfiffig verschmitzt, mit breitem Lächeln im faltigen Gesicht, so präsentiert sich an der Hüfinger Fasnet das "Bärcheappeli". Die Figur geht auf eine Hüfinger Sagengestalt zurück: ein Waldweiblein, das im Berchenwald Spaziergänger und Beerensammler mit allerlei Schabernack erschreckt haben soll. Das Appeli hat ein freundliches Gesicht, dessen weißes Haar von einem Kranz aus Waldfrüchten umrahmt ist und unter einem braunen Kopftuch hervor lugt. Jede der einzelnen Masken für die Männer, die sich der Gruppe anschlossen, ist ein Unikat mit kleinen Unterschieden im Gesichtsausdruck.
 
Berghexen:
Die Berghexe ist eine farblich sehr gelungene und einmalige Figur. Neben einer gelben Schürze mit "sieben Blätz" trägt sie eine schaurig-schöne Holzmaske mit gedecktem gelbem Tuch. Ein im Rotton gehaltener Rock sowie ein in grün gehaltener Kittel, weiße Unterhosen und Strohschuhe sowie ein Besen vervollständigen das Erscheinungsbild.
 
Hansel + Gretel:
Die Hauptfigur der Hüfinger Fasnet ist der Hansel. Seit 1780 als "Heine" und ab 1834 als "Hansel" belegbar. Hose, Jacke und Kapuze, über Kreuz getragene Rollen, weiße Handschuhe, schwarze Schuhe, ein Fuchsschwanz sowie ein Foulard (Mailänder Halstuch) und ein geflochtener Weidenkorb bilden zusammen mit einer geschlechtslosen Glattlarve mit Blumenkranz eine Einheit und werden so zum Umzug getragen
 
   
 
Scheeremanne:
Das bisher älteste Dokument zur Hüfinger Fasnet stammt aus dem Jahre 1560. Darin wird der an Fasnet von der Stadt bezahlte "Pfeifferlohn" für "die jungen Gesellen" festgelegt.
Fasnetbild unsere Fasnetfigur, der Scheeremaa, taucht erstmals auf einem Bild des Heimatmalers und Schriftstellers Lucian Reich (1818 - 1900) auf. 1852 veröffentlichte er zum ersten mal das Buch "Hieronymus", worin durch seine Bilder vieles über das baaremer und Schwarzwälder Volksleben erzählt wird.
Auf dem Bild ist im Vordergrund das Fasnettreiben der Hansele (Weißnarren) abgebildet. Im Hintergrund ist das alte Rathaus mit der Freitreppe erkennbar. Dort befindet sich ein Mann mit der Streckschere und befasst sich mit den Zuschauern, die auf der Treppe stehen.
Dieses Bild diente einer Gruppe junger Leute als Grundlage für die Neugestaltung der Fasnetfigur "Scheeremanne
 
Siireschalm:
Die Sage (nach Gottfried Schafbuch 1898 - 1984, Mundart- und Heimatdichter von Hüfingen) erzählt vom „Siiregoescht“: Vor langer, langer Zeit lebte in Hüfingen, einem kleinen Städtchen an der Breg auf der Baar , ein unbarmherziger gottloser Burgvogt, der den Menschen in seiner Obhut arg mitspielte und willkürlich Herrschaft hielt. Mit Vorliebe ritt er hoch zu Ross durch das Gewann Siiren am Fuße des Schellenberges, an der Grenze zu Bräunlingen und Donaueschingen. Begegnete er dabei einem braven Bauern, der sein Tagwerk verrichtete, machte es ihm eine besondere Freude, seinen Hund auf diesen zu hetzen. Der Vogt war schon eine arge Plage für die Bauersleute. Eines Tages meldete ihm sein Knecht höhnisch, dass die Bauern im Siire-Ösch ein Feldkreuz zu Ehre Gottes errichtet hätten. Mit der Axt, verborgen unter seinem Wams, ritt er voller Hass, Neid und Frevelgedanken zu dem besagten Kreuz. Er war so erfüllt von seinem üblen Vorhaben, dass er nicht bemerkte, wie sich ein großes Gewitter am Himmel zusammenzog. Am Kreuz angekommen, erhob er die Axt und wollte dem Herrgott am Kreuz die Beine abschlagen. In diesem Augenblick zuckte vom Himmel ein Blitz herab, erfasste die Axt, durchfuhr den frevelhaften Burgvogt und machte seinem Leben ein qualvolles Ende.

Seit dieser Zeit erzählen sich die Hüfinger die Sage von einem unruhigen Geist, der am “Siirebrünnili” umgeht, keine Ruhe findet und der ahnungslose Wanderer nach Einbruch der Dämmerung im Ösch foppt und neckt und seinen Schabernack mit ihnen treibt. Dieser Siiregeist wurde für die Fasnet von Meinrad Wambach 1979 als Siireschalm (Schalm = gutmütiger neckischer Geselle) kreiert und ins Leben gerufen.
 
Wir danken der Narrenzunft Hüfingen für die Texte.
Zusammengestellt von Raphael S. Rinkenauer
 


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