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Wolfach
06.01.2011 18:55 (7104 x gelesen)

  Wolfach / Kinzigtal



   
 
Freie Narrenzunft Wolfach
 
Gegründet: erste Dokumentierung 1543
Die Zunft wurde 1933 in die Vereinigung Schwäbisch – Alemannischer
Narrenzünfte aufgenommen und gehört der Landschaft Schwarzwald an.
 
Die Wolfacher Fasnet:
( Quelle & Texte Freie Narrenzunft Wolfach + Otto Schrempp)
 
Im Laufe der Jahrhunderte musste die Wolfacher Fasnet viele Verbote und Unterbrechungen erleben und überleben. Heute jedoch ist sie fest verankert im Wolfacher Jahresrhythmus und aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Soweit bekannt wurde die Wolfacher Fasnet im Jahre 1543 erstmals schriftlich erwähnt, als sie "... als ein heidnische Onsinnigkeit verpotten und abgestellt ..." werden sollte.
Weil der Wolfacher Michael Knoller " ... in der Faßnacht in Mummerey Scheltung ..." getriebene hatte, wurde er vom Rat zu 1 Schilling Strafe verurteilt.
Auch 1607 musste das Verbot erneut ausgesprochen werden, weil die Wolfacher Urnarren anscheinend zäh an ihren Narrenspäßen festhielten und sich auch nicht von Strafandrohungen abschrecken ließen.
1751 und 1756 zeugen auch Strafakten von der Überschreitung der Fasnetsverbote.1785 wurde aber schon einigen Bürgersöhnen gestattet, sich an zwei Fasnetstagen zu maskieren. Unter bestimmten Vorschriften wurde das auch in den folgenden Jahren offiziell erlaubt. Für drei Fasnetstage wurde dies dann 1788 generell gebilligt, allerdings nur, wenn man eine Gebühr bezahlte. Diese Fasnetstaxen, welche ab 1816 nicht mehr erhoben wurden, kamen bis dahin wohltätigen Zwecken zugute. So ging es dann durch die Jahrzehnte mit Fasnetsspiel und Mummenschanz, mit Wohlauf und Bürgerbällen.
Fasnetsspiele bilden einen wichtigen Kern der Wolfacher Fasnet. Die Jahrhunderte alte Tradition brachte immer wieder neue Themen hervor.
Das älteste und am häufigsten aufgeführte Festspiel -
"Die Altweibermühle" - feierte bereits 1987 sein 200-jähriges Jubiläum. Alte Plakate und Texthefte zeugen von der Vielgestaltigkeit Wolfacher Spielfreude.
Waren es die weitgereisten Wolfacher Flößer, die auch rheinische Elemente in die Wolfacher Fasnet einfließen ließen? Jedenfalls war um die Jahrhundertwende in etlichen Schriften von Fasching, Prinz Karneval, Karnevalsgesellschaft und Narrhalla Wolfach die Rede.
An der Nationalhymne des Prinzen "Fahre hin und pfludre nicht!" ist erkennbar, dass diese Sache nicht so ernst gemeint sein konnte. Jedenfalls verschwanden diese Elemente wieder und die alten Bräuche setzten sich auf Dauer durch.
 
 
Narrenfiguren & Infos der Freien Narrenzunft Wolfach
 
Schellenhansel:
1934 entstanden zwölf neue Schellenhansel, zwar in Anlehnung an historische Vorbilder, aber in den Wolfacher Stadtfarben Gelb und Blau. In Erinnerung an den alten Spättlehansel erhielten sie an den Ärmeln und Beinen jeweils drei Zackenreihen. Die Larve entstand nach einem Vorbild aus dem 18. Jahrhundert. Mit einer gelb-blau gestreiften hölzernen Pritsche verteilt der Schellenhansel seine gut gemeinten Schläge. Den Rücken des Hansels ziert ein großes "W", die Brust ein auf einer blauen Raute gemalter Wohlaufmaa mit Stalllaterne als Reminiszenz an den bekanntesten Wolfacher Fasnetbrauch.
Nussschalenhansel:
Nach mündlicher Überlieferung gab es in Wolfach um 1850 einen Hansel mit Holzlarve und einem Häs aus grünem Stoff, das überall mit Nussschalenhälften benäht war. Auf Anregung von J. Krausbeck entstanden zur Fasnet 1960 erstmals wieder neue Nussschalenhansel, ausstaffiert mit Strohschuhen und einer Saubloder. Die den Kopf bedeckende Gugel ist zipfellos und mit einer Raubvogelfeder geschmückt. Eine Streckschere, von der es im Heimatmuseum ein altes Exemplar gibt, kam 1963 als Neckinstrument zur Ausstattung des Hansels dazu.
   
 
Mehlwurmhansel:
Der ganz in Weiß gehaltene Mehlwurmhansel entstand für das 1885 aufgeführte Festspiel „Circus mit Clowns, Tieren und Akrobaten. Eine Holzlarve trugen sie ursprünglich nicht, sondern rieben ihr Gesicht mit einer Speckschwarte ein und bliesen in eine Mehllade, fertig war die Schminke. 1987 wurde der Hansel leicht modifiziert
 
Röslehansel:
In der Narrenkammer der Familie Krausbeck haben sich Teile eines roten Röslehansels aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Sie dienten 1962 als Vorbild für die Neugestaltung dieser höfischen Narrenfigur, die an der Fasnet 1963 erstmals wieder öffentlich auftrat und deren Leinengewand und Strohschuhe mit roten Rosetten aus Stoff geziert sind, in deren Mitte eine Schelle sitzt.Im Gegensatz zu früher findet sich in den Spritzen der Rösle, wie der Hansel kurz genannt wird, kein Wasser mehr, sondern Konfetti.
 
Streifenhansel:
Der Wiederbelebung des Streifenhansels, der bis zum Ersten Weltkrieg sehr beliebt war, begann 1976 zunächst über die Einzelfigur des Gullerreiters. Als Vorbild diente ein alter Hansel aus der Zeit um 1865 aus gestreiftem Barchent. Ab 1981 entstanden dann weitere Exemplare dieses Typs, dessen Farben nicht genormt sind; er trägt schwarze Halbschuhe und passend zu den jeweiligen Streifen zwei verschiedenfarbige Kniestrtümpfe. Eine Saubloder dient ihm als Neckinstrument. Die Larven nach einem alten Vorbild im Heimatmuseum weisen als Besonderheit einen gemalten Schnurrbart sowie eine geschnitzte Zahnreihe auf.
 
Spättlehansel:
Der Spättlehansel, dessen Häs mit vielen hundert Spättle benäht ist, war bis zum Ersten Weltkrieg recht beliebt, verschwand dann aber von der närrischen Bildfläche. 1996 wurde der Hansel wiederbelebt. Die verschiedenen Farben der etwa 1000 Stoffspättle entsprechen den Farben der anderen Wolfacher Hansel, die Ärmel und Strümpfe sind einfarbig rot, die Schuhe schwarz. Als Vorbild für die Larve diente eine Blechlarve mit beweglichem Unterkiefer aus dem Heimatmuseum.
 
Rungunkeln und Müller:
Der Begriff Rungunkel ist ein weit verbreiteter Spott- und Scherzname für alte Weiber. 1958 entstanden nach einer längeren Entwicklungszeit eine Holzlarve und das Häs der Rungunkeln. Sie tragen einen Peter aus kleingemustertem Stoff, der hinten in Anlehnung an die Fürstenberger Tracht abgerundet ist, dunkle Handschuhe, eine blau gestreifte oder karierte Schürze, einen dunklen Rock, eine weiße Spitzenunterhose, schwarz-rot geringelte Wollsocken und Strohschuhe sowie gemäß dem Fasnetspruch einen großen hölzernen Kochlöffel. Die Rungunkeln nehmen seit 1965 in Erinnerung an Bredelins Spiel eine fahrbare Altweibermühle bei den Fasnetumzügen mit.
 
 
Wohlauf:
Der Rosenmontag, der in Wolfach „Schellemendig“ heißt, beginnt noch vor Sonnenanbruch mit dem Wohlauf, bei dem sich Hunderte weißgekleideter Narren vor dem Schlosstor zusammenfinden. Um Punkt 5:30 Uhr ertönt ein höllischer Krawall aus Hörnern, Pfeifen, Posaunen, Blechdeckeln, Stahlflaschen und Glocken. Auf einem Bett in der Mitte dieser lautstarken Versammlung befindet sich der mit einem Nachtgewand bekleidete Wohlaufsänger. Dieses Bett wird mit einem Karren durch die Stadt gezogen, welcher jeweils an den zwölf Stationen anhält, an denen früher der städtische Nachtwächter sein Lied anstimmte. Der Wohlaufsänger fängt an zu singen:
Wohlauf! Wohlauf! Ihr Narren hört, vernehmt und wisst: Der Narrotag erstanden ist. Der Tag fängt an zu leuchten - Dem Narro wie dem G'scheiten. Der Narrotag, der nie versag'. Wünsch alle Narro E guete Tag!
Der Gesang, der sich an allen Wegpunkten wiederholt, endet jeweils wieder in einem lautstarken Getöse der Narren.
 
 
Wir danken der Freien Narrenzunft Wolfach für die Texte.
Zusammengestellt von Raphael S. Rinkenauer
 


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